„Die Erleichterung ist unendlich groß“

Offenbach (cd) - Aufatmen beim Deutschen Rugby-Verband (DRV): Vor ein paar Monaten drohte noch die Insolvenz, inzwischen sieht die Zukunft wieder rosiger aus. „Es ist geschafft - wir werden wieder gefördert.

Die Erleichterung darüber ist unendlich groß“, freute sich DRV-Präsident Ralph Götz (Leimen). Das Bundesinnenministerium (BMI) hatte den Verband bis vor kurzem nicht mehr als förderungswürdig erachtet. Die Gründe dafür sollen eine angebliche Überschuldung in Höhe von 200.000 Euro und Streitigkeiten mit dem alten DRV-Vorstand um den damaligen Präsidenten Claus-Peter Bach (Heidelberg) gewesen sein.

„Wir haben in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit dem BMI und dem DOSB vor allem um Vertrauen werben müssen“, deutete Vizepräsident Jürgen Zeiger (Heusenstamm) an, wie verfahren die Situation war. Doch die Beharrlichkeit zahlte sich aus: Der DRV wird in Zukunft wieder mit 186.000 Euro pro Jahr gefördert, die drohende Insolvenz ist damit endgültig abgewendet.

Zeiger, der mit Unternehmer Hans-Peter Wild (Capri-Sonne) zu einer Gruppe privater Investoren gehören soll, die den Verband zwischenzeitlich mit einem Kredit in Höhe von 230.000 Euro über Wasser gehalten hatte, sieht den DRV „auf einem guten Weg“. Es sei aber noch viel zu tun. „Wir müssen den Verband entschulden und sportlich voranbringen.“ So soll demnächst ein entsprechender Entwicklungsplan erstellt werden. Darin wird es auch um die Olympischen Spiele 2016 gehen, bei denen Siebenerrugby sein Debüt feiert.

Rubriklistenbild: © p

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare