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Saison 2020/2021: Das sind die Pläne des Hessischen Fußball-Verbandes

Fussball Kreisoberliga HU, Eintracht Oberissigheim - 1.FC Hochstadt
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Wann rollt der Ball wieder? In der Kreisoberliga können die Hochstädter Cihan Deger (links) und Julian Quantz (rechts) sowie der Oberissigheimer Konstantin Büdinger nach den HFV-Plänen ab September vielleicht kicken.

Die aktuelle Saison wurde abgebrochen. Nun laufen die Planungen für die Saison 2020/2021.

  • Die aktuelle Saison wurde vom Hessischen Fußball-Verband abgebrochen
  • Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen
  • Als Saisonstart wird das erste Septemberwochenende angepeilt

Nach dem außerordentlichen virtuellen Verbandstag geht für die Terminplaner im Hessischen Fußball-Verband die Arbeit erst richtig los. Als voraussichtlicher Start der Punktrunde der Saison 2020/21 hat der HFV nun das Wochenende 5./6. September festgelegt. Der wegen des Abbruchs aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzte Abstieg der alten Runde hat manche Spielklassen anwachsen lassen, weshalb jetzt teilweise mehr Spieltage als sonst in ein engeres Zeitfenster gepresst werden müssen. Die Winterpause wird wohl kürzer als sonst ausfallen, dazu soll die Runde im Jahr 2021 nicht bereits Ende Mai beendet sein, sondern bis zum 13. Juni durchterminiert werden. Womöglich auf Kosten von Relegationen und Aufstiegsrunden. 

Bis zum kommenden Dienstag, 30. Juni, können Vereine noch freiwillige Abstiege antreten, der Verband möchte bis zum 5. Juli die Mannschaftsmeldungen vorliegen haben, damit in Sachen Spielpläne die Detailplanung beginnen kann. Anfang August sollen in den Kreisen die Vorrundenbesprechungen stattfinden. Unverändert bleiben die Wechselfristen. Spieler können sich noch bis 30. Juni bei ihrem alten Verein abmelden, die Wechselphase endet dann am 31. August. 

Sperrfrist zum 1. November soll bestehen bleiben

Auch am Datum 1. November soll nicht gerüttelt werden. Bis zu diesem Tag waren bisher Spieler gesperrt, die von ihren alten Vereinen keine Freigabe erhielten und für die die neuen Klubs keine Ablösesumme zahlen wollten. „Wenn wir ab September loslegen dürfen, dann können in den Zeitraum bis zum 1. November bis zu zwölf Pflichtspiele fallen. Ich denke, die Befürchtungen, dass aufnehmende Vereine Spieler nicht freimachen, um die Ablösesumme zu sparen, sind unbegründet“, erläuterte Jürgen Radeck am Mittwochabend während einer Videokonferenz der Büdinger Kreisvereine. 

Die Fußballfunktionäre sind natürlich abhängig von den weiteren Entwicklungen der Pandemie und den daran angelehnten behördlichen Bestimmungen. Aktuell gelten Kontaktbeschränkungen bis zum 16. August: Bis dahin ist zwar der eingeschränkte Trainingsbetrieb, aber eben noch keine Wettkämpfe möglich. Hanaus Kreisfußballwart Dirk Vereeken hofft auf weitere Lockerungen. „Vielleicht dürfen wir ab August schon wieder spielen“, so der Hammersbacher und denkt erst mal an Trainings- und Freundschaftsspiele. In Sachen Kreispokal besteht im Hanauer Beritt hessenweit noch der größte Nachholbedarf. „Wir haben noch zehn Vereine im Wettbewerb und müssen noch zwei Achtelfinals austragen“, so Vereeken. 

Kreispokalsieger soll bis 15. September gefunden sein

Bis zum 15. September sollten nach Wünschen des Verbandsspielausschusses die Kreispokalsieger der Saison 2019/20 ermittelt sein, damit mit der Planung für den Hessenpokal begonnen werden kann. „In manchen Kreisen steht die Finalpaarung schon fest, andere Kreise wie Hanau hinken mit ihrem laufenden Wettbewerb hinterher“, berichtete Verbandsfußballwart Jürgen Radeck. In den kommenden Tagen will der Hanauer Kreisfußballausschuss den Dialog mit seinen Vereinen suchen, Dirk Vereeken möchte aber erst die Anmeldefrist abwarten. 

Die Kreisoberliga Hanau wächst durch die Beschlüsse des Verbandstages von 17 auf 19 Vereine an, in A- und B-Liga gleichen sich die Zahlen durch die Aufsteiger wieder aus. Gerne hätte Vereeken den Kreispokal 2019/20 bis zum Rundenstart abgeschlossen und auch schon vereinzelte Spiele des neuen Pokalwettbewerbs durchgeführt. „Wir haben uns im Kreisfußballausschuss schon beraten und überlegt, ob wir den acht Viertelfinalisten in der ersten Runde des neuen Wettbewerbs ein Freilos geben und somit parallel Ende August oder Anfang September schon Spiele der ersten Runde des neuen Wettbewerbs austragen.“ 

Teilung der Klassen ist vom Tisch

Vom Tisch scheinen unterdessen Denkmodelle, in aufgeblähten Verbandsspielklassen eine Teilung der Klassen vorzunehmen. Sollte wirklich Anfang September der Ball wieder rollen, werden die Klassen normal gestartet, bei späteren Beginn, etwa ab Oktober oder noch später, beziehungsweise Unterbrechungen des Spielbetriebs wegen Corona, sei es laut des stellvertretenden Verbandsfußballwarts Matthias Bausch auch denkbar, auf eine Einfach-Runde mit anschließen Play-off-Spielen um Meisterschaft und Abstiege umzustellen. 

Klar scheint: Das Corona-Virus und seine Folgen für den Sport wird die Verantwortlichen des Hessischen Fußball-Verbandes weiter beschäftigen. Flexible Planungen werden gefragt sein, mit der Vorgabe, hessenweit die Punktrunde am ersten September-Wochenende beginnen zu lassen und möglicherweise in den Tagen davor Pokalspiele auszutragen, ist ein erster Schritt gemacht.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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