Universe verspielt 19:7-Führung

Schock nach Mitternacht im Eurobowl

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Die Enttäuschung steht Universe-Trainer Brian Caler (vorne) und Verteidiger Nils Hampel ins Gesicht geschrieben.

Frankfurt - Die Frankfurter Spieler knieten auf dem Feld und blickten konsterniert ins Leere. Einige schienen den Tränen nahe. Riesengroß war die Enttäuschung bei Universe nach der 19:20 (12:7)-Niederlage im Eurobowl-Endspiel, der Champions League des American Footballs.

So nahe dran an einem Sieg gegen Serienmeister und Titelverteidiger Braunschweig waren sie noch nie. So dicht dran an der europäischen Krone ebenfalls nicht. „Es war ein Topspiel auf Augenhöhe, das leider nicht zu unseren Gunsten ausging“, meinte Universe-Spielmacher Sonny Weishaupt: „Beide Mannschaften haben es sich durch unnötige Strafen und vergebene Möglichkeiten selbst schwer gemacht. “.

3122 Zuschauer sahen ein Finale mit kuriosem Spielverlauf und einer 90-minütigen Spielunterbrechung. Nach einem Ballverlust der Frankfurter und 0:7-Rückstand zog ein Gewitter über das Stadion in Bornheim. Die Fortsetzung wurde immer wieder nach hinten verschoben, die Spielzeit von 48 Minuten auf 42 verkürzt. Die Pause hatte den Gastgebern offenbar gutgetan, sie kamen wie ausgewechselt aus der Kabine.

Mit einem sensationellen 55-Yards-Lauf brachte Justin Rodney seine Farben zurück ins Spiel. Zwar hatte die anschließende Two-Point-Conversion keinen Erfolg, dennoch bestimmten nun die Frankfurter das Geschehen. Kweishi Brown fing einen Pass des Braunschweiger Spielmachers Jadrien Clark und trug das Ei in die Endzone - 12:7. Nach einem weiteren Ballverlust des Favoriten vollendete der neue Universe-Quarterback Andrew Elffers die Angriffsserie mit einem Touchdown-Pass auf David Giron. Doch nach dem 19:7 berappelten sich die Braunschweiger und eroberten die Führung zurück - 20:19.

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Bilder: Frankfurt Universe mit Sieg im ersten Heimspiel

Doch Frankfurt bot sich noch eine letzte Gelegenheit, die Partie zu drehen. Elffers brachte sein Team mit spektakulären Aktionen in Reichweite für ein Field Goal. Doch der Versuch des erst 19-jährigen Kickers Max Siemssen verfehlte weit nach Mitternacht das Ziel – aus und vorbei. „Letztlich hat uns auch das Quäntchen Glück gefehlt“, so Weishaupt. (jp)

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