Schockzustand bei „Füchsen“ nach Pleite in Überzahl

Heusenstamm unterliegt Pforzheim und muss um Klassenerhalt bangen

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RK Heusenstamm unterliegt Pforzheim

Mit so einem Rückschlag hatte bei Rugby-Erstligist RK Heusenstamm beim besten Willen niemand gerechnet.

Heusenstamm – „Alle waren ein bisschen geschockt und haben sich gewundert, wie das passieren konnte“, gab Mikey Ferraris vom Trainerteam der „Füchse“ nach der 10:13-Niederlage gegen die SG TV/CFR Pforzheim zu. Mit einem Sieg gegen den einen Platz hinter ihm liegenden Tabellennachbarn wollte der RKH eigentlich seine Ambitionen untermauern, in der oberen Hälfte der Süd/West-Gruppe mitzuspielen. Stattdessen droht auf einmal der Abstiegskampf.

Weil der Vorletzte RC Luxemburg überraschend mit 29:12 beim Dritten RG Heidelberg gewann, hat der RKH nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Und kommenden Samstag (15 Uhr) müssen die Heusenstammer nun bei den als heimstark geltenden Luxemburgern antreten. „Das wird ein schweren Auswärtsspiel“, warnt RKH-Präsident Markus Walger. Und Ferraris ergänzt: „Das Luxemburger Ergebnis ist völlig verrückt. Sie hatten Glück, dass die RG Heidelberg genau zu diesem Zeitpunkt eine wirkliches schwaches Team hat. Aber das Ergebnis wird sie beflügeln und sie werden gegen uns den nächsten Sieg holen wollen.“

Um das zu verhindern, müssen sich die „Füchse“ im Vergleich zum Auftritt vom Samstag steigern. Der RKH überzeugte zwar durch gute Abwehrarbeit (Ferraris: „Die Defensive beider Teams war exzellent“), legte aber wie bei der 14:43-Pleite eine Woche zuvor in Handschuhsheim lediglich zwei Versuche, diesmal durch Benni Krimer und Alex Kraft. Und das, obwohl man nach einer Roten Karte für Pforzheim ab der 47. Minute in Überzahl war. Das ist auf Dauer zu wenig, um Spiele zu gewinnen.

Zwar führte Heusenstamm gegen Pforzheim 5:3 sowie 10:8, kassierte aber mit der vorletzten Aktion noch einen Gegenversuch. „Wir haben nach der Roten Karte gegen Pforzheim wohl abgeschaltet und gedacht, dass wir das Spiel einfach gewinnen würden“, resümierte Ferraris.

RK Heusenstamm: Polheim, Fischer, Scholtisek, Joswig (52. Krapf), Sabinarz, Iding, Howells, N. Ranger, Schuster, Baumann, Lo. Biniak, Krimer, Utikal, Schreiber, P. Weber

RKH-Punkte: Krimer (5), Krapf (5)

Von Christian Düncher

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