Trainer Kalman soll Bürgels gute Einzelspieler zu starker Gruppe machen

TSG Bürgel: Schwung durch „Fanatiker“

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Timo Cohen (vorne, gegen Babenhausens Robin Drews) und seine Mitspieler von der TSG Bürgel sollen endlich zu einer echten Einheit werden, damit in der Handball-Oberliga kommende Saison ein Schritt nach vorne gemacht werden kann.

Offenbach -  Achter Platz in der abgelaufenen Saison in der Oberliga nach durchwachsenem Saisonverlauf – damit sind die Handballer der TSG Bürgel nicht wirklich zufrieden. Kommende Saison wollen sie unter dem neuen Trainer Andreas Kalman den nächsten Schritt nach vorne machen.

Sven Lenort, unter dem kurz vor Saisonende entlassenen Louis Rack ebenso Co-Trainer wie künftig unter dem aus Gelnhausen kommenden Kalman, will das im dritten Jahr nach dem Aufstieg in die Oberliga aber nicht an einem Tabellenplatz festmachen. Er sagt: „Alle Gegner haben uns versichert, dass wir eine gute Mannschaft mit guten Einzelspielern haben, was ja auch stimmt. Aber die Mannschaft stagniert in ihrer Entwicklung. Wir dachten, wir sind schon cleverer, reifer und vor allem konstanter. Wir müssen uns individuell verbessern, um die Gruppe stärker zu machen.“ Das sind zwar klare Aussagen, Lenort will sie aber nicht als zu harte Kritik am ehemaligen Trainer Rack verstanden wissen. Er schaue generell lieber nach vorn als zurück, berichtet er dann vielsagend.

Der Blick nach vorn: Für Montag, 4. Juni, haben Kalman und er die erste Trainingseinheit 2018/19 angesetzt. Andreas Kalman sei ein „Handballfanatiker“, der hier in Bürgel für „frischen Wind“ sorgen wird, wie der Co-Trainer und Bruder von Bürgels bestem Torschützen Nils Lenort (148 Tore) ankündigt. Erstes Ziel: „Wir erwarten, dass sich die Mannschaft bald wieder so präsentiert, dass die Leute gern zu unseren Heimspielen kommen. Also engagiert, in der Defensive zupackend, nach vorn spielfreudig. Wir glauben, das schaffen zu können. Wir haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft“, sagt Lenort. Zum Ende der vergangenen Saison waren immer weniger Fans in die Bürgeler Sportfabrik gekommen.

Bilder: Irres Derby zwischen Bürgel und Babenhausen

Aus dem Bürgeler Kader, der vergangene Saison in 26 Spielen elf Siege und zwei Unentschieden bei 13 Niederlagen verbuchte (792:794 Tore), sind wie vermeldet Nici Steinheimer (HSG Rodgau Nieder-Roden II), Michael Nath (TSG Niederrodenbach) und Hagen Feuring (TV Gelnhausen II) ausgeschieden. Rückraumspieler Phil-Lukas Lubjic, Linksaußen Felix Brühl (beide TSG Oberursel) und Kreisläufer Pascal Bube (TV Gelnhausen, A-Jugend) wechseln nach Offenbach. Laut Lenort hat die TSG nominell zwar genügend Spieler, sie sucht aber weiterhin nach einem guten Kreisläufer und einem erfahrenen Mann für den zentralen Rückraum. Um natürlich auch in der Tabelle weiter nach vorne zu kommen. (app)

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