Zugang Tobias Apelt schwärmt von Zweitligist BSC Offenbach

„Sehe uns vom Niveau her im Mittelfeld der 1. Liga“

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Lenkt das Spiel des BSC Offenbach: Tobias Apelt

Mit seinem Wechsel zum Rugby-Zweitligisten BSC Offenbach sorgte Tobias Apelt vor der Saison für ein Novum. Dessen ist er sich bewusst. „Ja, es stimmt. Ich bin der einzige, der für alle drei Klubs gespielt hat“, sagt der 29-Jährige.

Offenbach – Angefangen hatte er bei der TGS Hausen. Beim RK Heusenstamm spielte er in der 1. Liga, Anfang 2018 folgte die Rückkehr zum Heimatklub. Mit Hausen klopfte Apelt als Meister der 2. Liga West ans Tor zum Oberhaus, scheiterte aber. Aus Verärgerung über die schwache Trainingsbeteiligung zog es ihn mit einigen Mitspielern nach Offenbach – zum ambitionierten Aufsteiger.

„Der BSC ist sehr professionell aufgestellt. Das erinnert mich ein bisschen an meine Zeit bei der Sharks Academy in Südafrika“, schwärmt Apelt. „Das Training ist sehr hart und intensiv. Es ist jedes mal ein Kampf, in die Startformation zu kommen. Zum Teil gibt es für eine Position drei, vier Bewerber.“ Bislang setzte sich der Blondschopf durch, agierte in den deutlich gewonnen Auftaktspielen gegen den RC Walferdange aus Luxemburg (71:7) und den RC Bonn Rhein-Sieg (90:6) als Spielmacher. „Problematisch ist manchmal noch die Kommunikation, aber das wird immer besser“, betont er.

Neben den deutschen Akteuren gibt es beim BSC auch eine französische sowie eine Englisch sprechende Fraktion. „Es ist keine leichte Aufgabe, so viele Nationalitäten zusammenzubringen, die am Ende wie ein Team funktionieren müssen“, weiß Apelt. „Da die Abläufe aber strukturiert sind und alles sehr professionell aufgebaut ist, sehe ich da kein Problem.“ Spielertrainer Wynston Cameron-Dow, der deutsche Nationalspieler mit südafrikanischem Pass, mache das „richtig gut“ und forme eine echte Mannschaft. Und die will am Samstag (15 Uhr) zu Hause gegen den RC Aachen seine Weiße Weste wahren.

Apelt kennt den Gegner aus der vergangenen Saison: „Das wird unser erstes hartes Spiel. Wer aufsteigen will, der muss aber jeden schlagen.“ Den Sprung ins Oberhaus traut er dem BSC absolut zu: „Wir haben viele gute Einzelspieler. Wenn wir als Team agieren und das System umsetzen, sehe ich uns vom Niveau her im oberen Mittelfeld der 1. Liga.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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