Verstärkung aus dem Iran

TTC Seligenstadt sichert sich knapp den Klassenerhalt 

Jannik Xu geht in seine zweite Saison beim TTC Seligenstadt und hofft auf eine bessere Bilanz als 2016/2017, als er nur acht von 22 Einzeln gewann. Doch als Nummer eins in einer starken 3. Liga dürfte das sehr schwer werden. -  Foto: p
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Jannik Xu geht in seine zweite Saison beim TTC Seligenstadt und hofft auf eine bessere Bilanz als 2016/2017, als er nur acht von 22 Einzeln gewann. Doch als Nummer eins in einer starken 3. Liga dürfte das sehr schwer werden.

Seligenstadt - Mit nur drei Siegen und zwei Unentschieden aus 18 Spielen hatte sich der TTC Seligenstadt in der Saison 2016/17 Platz neun und mit Ach und Krach den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga Nord gesichert.

Die Truppe aus der Einhardstadt steht auch in der neuen Spielzeit ein schwerer Gang bevor, in der es nur um den Ligaerhalt geht. Die Konkurrenten haben zum Teil mächtig aufgerüstet, viele sprechen sogar von der stärksten 3. Liga aller Zeiten, während sich der TTC keine großen Sprünge erlauben konnte. Andreas Hain vermutet: „Schwarzenbek, Brackwede, Lampertheim und wir werden die Absteiger untereinander ausspielen.“ Zudem stellt der TTC-Vorsitzende fest: „Die Liga ist unglaublich stark, gerade das Niveau der Spitzenteams ist extrem hoch.“ So etwas sei „eigentlich gar nicht finanzierbar, zumindest nicht für uns“, betont Hain. „Bei denen kostet ein Spitzenspieler mehr als bei uns die ganze Mannschaft.“

Das kostengünstigere Seligenstädter Aufgebot will zeigen, dass man in der 3. Bundesliga bestehen kann, auch ohne sich zu verschulden. Der Vorsitzende sieht durchaus Chancen: „Wir planen ähnlich wie im letzten Jahr und hoffen auf den drittletzten Platz.“

Der Inder Sourav Saha, der nur in der Vorrunde zu zwei Einsätzen kam, sowie Medardas Stankevicius, der im vorderen Paarkreuz eine tolle 15:7-Bilanz verbuchte, sind nicht mehr dabei. Gleiches gilt für den zum Oberligisten Biebrich gewechselten langjährigen Mannschaftsführer Matthias Bomsdorf. Zwei Spieler mit negativer Bilanz sind am Main geblieben: der 17-jährige Jannik Xu (vorne 8:22) und Alexander Krenz (vorne 1:5, hinten 7:10).

Von Xu, der als Jugendnationalspieler bemerkenswerte Erfolge erzielte, wird der Durchbruch im Herrenbereich erhofft und erwartet. Nach dem Motto: Jetzt oder nie! „Jannik, der in Düsseldorf unter Helmut Hampl ein Toptraining hat, muss liefern - und ich traue ihm das auch zu“, sagt Hain. Hinzu gesellten sich der zweitligaerfahrene TTC-Rückkehrer Sven Müller - nach seiner Hochzeit, Sven Müller-Wirth.

Die besten Tischtennisspieler eines Jahrgangs

Und ein interessanter Exot ist an Bord, der 22-jährige Iraner Seyed Pourya Omrani, in der Weltrangliste auf Platz 446 notiert. Eigentlich sollte Omrani die neue Nummer eins werden, doch der Verband spielte nicht mit, so dass er nun an Position drei gelistet ist, hinter Xu und Müller-Wirth und vor Krenz. Zum Team gehört auch der junge Defensivspieler Rick Burkard (TV Mittelbuchen), als Nummer eins der zweiten Mannschaft gemeldet.

Am Sonntag (14.00 Uhr) in Brackwede wird das Team in Bestbesetzung, also mit Xu, Müller-Wirth, Omrani und Krenz, auflaufen - man rechnet sich dort etwas aus. „Sven steht gegen deren Spitzenspieler Lei Yang 3:0“, erzählt Hain. „Und außerdem hat er extra wegen dieses Spiels seine Flitterwochen verschoben. Wenn das mal kein gutes Omen ist!“ (rosch)

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