Handballtrainer setzt auf die Defensive

Seliger will OFC voranbringen

Offenbach - Der Abstieg aus der Handball-Landesliga war bei den Offenbacher Kickers gerade erst seit drei Tagen Gewissheit, da präsentierten die Verantwortlichen bereits in Christian Seliger den neuen Trainer. Von Matthias Grimm 

Er folgt auf Sadri Syla und hat somit stattliche 13 Wochen Zeit, um das Team auf die neue Saison in der Bezirksoberliga vorzubereiten, aus der der OFC erst vor zwei Jahren aufgestiegen war. Unter anderem sind Heim-Testspiele gegen die SG Saulheim (11. August, 16 Uhr) und die SG RW Babenhausen (12. August, 16 Uhr) geplant.

„Die neue Konstellation nach einem Trainerwechsel und das Erarbeiten von körperlicher Fitness und einem leicht veränderten Spielsystem machen die lange Vorbereitung unabdingbar. Dort werden die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison geschaffen“, sagt Seliger.

Unter ihm soll der OFC taktisch flexibel, agil und mannschaftlich geschlossen auftreten. Besonderen Wert legt der Inhaber der A-Trainerlizenz auf die Defensivarbeit: „Der Angriff gewinnt das Spiel, die Abwehr gewinnt die Meisterschaft.“ . Im Training ist ein weiterer Schwerpunkt zu erkennen: Laufbereitschaft. Neben der Abwehrarbeit setzt Seliger auf konsequentes, aber kontrolliertes Umschaltspiel.

Christian Seliger, neuer Trainer des OFC.

Seine Jugendzeit verbrachte der 42-Jährige bei der PSV Heusenstamm, ehe er 1995 zur damaligen SG Nieder-Roden wechselte. Nach fünf Aufstiegen gipfelte seine aktive Karriere 2004 im Sprung in die Regionalliga. Seinen ersten Trainerposten übernahm Seliger 2001 als Jugendcoach in Urberach. 2002 wurde er Aktiven-Trainer der SG Nieder-Roden II (Bezirksoberliga) und kümmerte sich parallel um die männliche E-Jugend, die sechs Jahre später unter ihm als HSG Rodgau Nieder-Roden um die Südwestdeutsche Meisterschaft spielte.

Als Interims-Spielertrainer der SG Nieder-Roden I beendete Seliger 2006 nach dem Klassenerhalt in der Regionalliga seine aktive Karriere. Nach dem Aufstieg mit der HSG Nieder-Roden II in die Landesliga betreute er von 2011 an die SG Rot-Weiß Babenhausen und führte sie 2012 in die Oberliga, seit 2013 war er wieder für Nieder-Roden als Trainer aktiv.

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Seligers Ziele mit dem OFC sind klar definiert: „Ich will die erste Mannschaft spielerisch, taktisch, körperlich und mannschaftlich ein, zwei Schritte weiterbringen - und somit die Bezirksoberliga mitbestimmen.“ Gleichzeitig will er die Schnittstellen mit der zweiten Mannschaft und der Jugendabteilung ausbauen. So sollen auch die Jugendtrainer von den Kompetenzen des erfahrenen Trainers profitieren.

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