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SG Bruchköbel erledigt Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Babenhausen

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Von: Robert Giese

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Der Routinier geht vorneweg: Bruchköbels Alen Kulenovic (Mitte) im Heimspiel gegen Babenhausen.
Der Routinier geht vorneweg: Bruchköbels Alen Kulenovic (Mitte) im Heimspiel gegen Babenhausen. © Adrian

Im dritten Spiel der Abstiegsrunde ist Handball-Oberligist SG Bruchköbel der erste Sieg gelungen. Gegen den punktlosen Tabellenletzten SG Rot-Weiß Babenhausen hatten sie dabei zunächst Probleme. Die dritte Niederlage im dritten Aufstiegsrundenspiel kassierte derweil die HSG Hanau II.

SG Bruchköbel - SG Rot-Weiß Babenhausen 35:26 (17:13): Gegen das Schlusslicht und deren 3:2:1-Deckung taten sich die Gastgeber anfangs sehr schwer: „Wir haben zwar nicht schlecht gespielt, aber es war mühsam“, kommentierte Kazimir Balentovic, der Sportliche Leiter der Bruchköbeler, das zähe Ringen zwischen beiden Teams in der Anfangsphase. In den ersten 15 Minuten konnte sich dabei weder Babenhausen noch die SGB absetzen. Insbesondere über ihre Außenspieler nutzten die Hausherren die Lücken in der offensiven Abwehrvariante der „Löwen“ danach aber immer besser aus und erarbeiteten sich bis zum Seitenwechsel eine Vier-Tore-Führung. So richtig zufrieden war Balentovic zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht: „Wir waren weit weg vom Optimum und haben sicher sechs oder sieben klare Chancen ausgelassen.“

In der zweiten Hälfte „haben sich die Dinge dann aber in die richtige Richtung entwickelt“, so Balentovic. Eine Viertelstunde vor Schluss führte die Mannschaft von Trainer Tegaday Ramos-Nuez mit neun Treffern. Babenhausen konnte in der Schlussphase keine Aufholjagd mehr starten und zeigte insbesondere von der Siebenmeterlinie eine eklatante Abschlussschwäche, denn von neun Versuchen landeten nur vier im Kasten der Gastgeber.

Am Ende stand es 35:26 für die SGB, womit die Bruchköbeler „einen ersten Schritt“ in Richtung Klassenerhalt gemacht haben - wobei Balentovic einräumt, dass der Erfolg gegen den Tabellenletzten Pflicht gewesen sei, um nicht alle Chancen auf den Nichtabstieg zu verspielen.

Freuen konnte sich Bruchköbel aber nicht nur über die ersten beiden Punkte seit Beginn der Abstiegsrunde, sondern auch über die guten Leistungen der jungen SGB-Spieler: Rechtsaußen Jona Röll überzeugte bei seinem ersten Einsatz mit vier Treffern, Fynn Broßmann vertrat den an Rückenproblemen leidenden Sergej Zutic im rechten Rückraum und Luka Vuko sorgte am Kreis für den verletzten Luka Junker für Entlastung. „Mittelfristig könnte der Nachwuchs bei uns eine tragende Rolle spielen“, lobte Balentovic die drei Talente.

SG Bruchköbel: M. Bätz, Simic; A. Günes (9/3), Broßmann (3/1), Eck (1), Haupt (1), Jockel (3), Kosch (2), Kulenovic (3), Röll (4), L. Vuko, Wienand (2), J. Wolff (3), M. Wolff (4) - Schiedsrichter: Kocak/Schmidt - Siebenmeter: SGB 4/4, SG RW 9/4 - Zeitstrafen: SGB 4, SG RW 6 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Habenicht (SG RW, 27.) - Zuschauer: 180

HSG Kleenheim-Langgöns - HSG Hanau II 26:23 (12:11): Die „Patchwork“-Truppe von Norbert Wess - im Rückraum musste der Trainer der Hanauer auf Julian Niederhüfner und Michael Hemmer verzichten, auf Linksaußen fehlte Benjamin Horn - zeigte sich gut auf die 3:2:1-Abwehr der Mittelhessen eingestellt und stellte ihrerseits eine stabile Deckung, sodass die Gäste nach 20 Minuten mit 8:5 führten.

Dieses Niveau konnte Hanau in der Folge nicht halten, weshalb die Hausherren die Partie noch vor der Pause drehten. „Kleenheim ist über die Schnelle Mitte und die Zweite Welle brandgefährlich, da muss man sehr aufmerksam sein“, nannte Wess einen Grund dafür, dass die Gastgeber die Oberhand gewannen. Der andere Grund dafür, dass das Spiel nach gutem Beginn der Hanauer langsam kippte, seien die Unparteiischen gewesen, bei deren Pfiffen der Trainer der Grimmstädter „keine Linie“ erkennen konnte.

„In der zweiten Halbzeit ging es leider gerade so weiter“, schüttelte Wess mit dem Kopf und musste von der Seitenlinie mit ansehen, wie Kleenheim die Gunst der Stunde nutzte und sich bis zur 40. Minute auf sechs Tore absetzte. Wess stellte in der Folge taktisch um, ließ vermehrt auf einen zweiten Kreisläufer auflösen und nahm erst einen und dann noch einen zweiten Gegenspieler in Manndeckung. „Das hat meine Mannschaft auch gut umgesetzt“, lobte der Trainer, der auf die Motivation seiner Spieler nichts kommen lassen wollte.

Um der Partie eine erneute Wendung zu geben, erwies sich der Gegner allerdings trotz des guten Auftritts des siebenfachen Torschützen Peer Kreuzkam als zu stark, sodass Hanau mit 23:26 unterlag. Für Wess war das dennoch kein Weltuntergang: „Wir lernen hier, dass gegen einen so guten, gleichwertigen Gegner ein paar schwache Minuten ausreichen, um als Verlierer vom Platz zu gehen - für die kommende Saison ist das eine wertvolle Erfahrung.“

HSG Hanau II: Gronostay, Naß; Bachmann (1), Graichen (3), D. Kegelmann, Kirchherr (3), Kreuzkam (7), Petek, Reinhardt (1), Schiefer (3), Steiner (4), Stengel, Wadel (1) - Schiedsrichter: Kerth/Knodt - Siebenmeter: Kleenheim 1/1, Hanau II 1/0 - Zeitstrafen: Kleenheim 2, Hanau II 3 - Zuschauer: 150

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