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SG Bruchköbel hat Aufstiegsrunde im Blick und drückt Lokalrivale TV Petterweil die Daumen

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Von: Robert Giese

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Durchgebissen: Die SG Bruchköbel um Moritz Kosch (am Ball) hat sich mit der HSG Wettenberg ein spannendes Duell geliefert - und die Punkte in der Dreispitzhalle behalten.
Durchgebissen: Die SG Bruchköbel um Moritz Kosch (am Ball) hat sich mit der HSG Wettenberg ein spannendes Duell geliefert - und die Punkte in der Dreispitzhalle behalten. © Scheiber

Dank einer insbesondere defensiv guten Leistung müssen die Handballer der SG Bruchköbel ihre Teilnahme an den Oberliga-Play-offs noch nicht abschreiben: Durch den knappen 21:20-Heimsieg der Bruchköbeler gegen den direkten Konkurrenten HSG Wettenberg am Sonntagabend überholte das Team von Torsten Weber die Mittelhessen einstweilen und hat die Teilnahme an der Aufstiegsrunde in den verbleibenden Saisonspielen selbst in der Hand.

Bruchköbel –Die Hausherren erwischten vor rund 200 Zuschauern einen Start nach Maß und legten nach knapp einer Viertelstunde eine 6:2-Führung vor. „Wir hätten noch deutlicher führen können, haben aber leider einige hundertprozentige Chancen ausgelassen“, ärgerte sich Weber über die ausbaufähige Chancenverwertung seiner Mannschaft. Überzeugen konnte bis dahin hingegen die Abwehr, die in der Vorwoche in Großenlüder noch völlig neben sich stand, der Wettenberger Offensive in der Dreispitzhalle aber ein ums andere Mal die Grenzen aufzeigte.

Die Gäste reagierten mit einer Auszeit auf den Fehlstart und waren fortan besser im Spiel: Der Vier-Tore-Vorsprung der Bruchköbeler verringerte sich von Minute zu Minute, nach gut 20 Minuten lag erstmals die HSG in Front. Die Hausherren drehten rechtzeitig vor der Pause aber noch einmal auf, waren im Angriff nun treffsicherer und nahmen daher eine 13:11-Führung mit in die Kabine.

Kulenovic und Jockel müssen mit Rot vorzeitig vom Platz

Einige Zeitstrafen gegen Bruchköbel sorgten nach Wiederanpfiff dafür, dass Wettenberg erneut aufholen konnte und rund zehn Minuten nach dem Seitenwechsel sogar in Führung ging. „Da waren wir in der Abwehr manchmal einen Schritt zu spät und haben dämliche Zeitstrafen kassiert“, monierte Weber, der erst Alen Kulenovic und dann Tobias Jockel mit Rot verlor - ohne den etatmäßigen Innenblock mussten die Gastgeber in die Schlussphase gehen.

„Wir haben aber die Zähne zusammengebissen“, freute sich Weber über eine kämpferisch starke Leistung seines Teams. Aus einem 16:17-Rückstand machte die SGB eine Zwei-Tore-Führung und ging mit diesem dünnen Polster auch in die nervenaufreibenden Schlussminuten. In dieser Phase bewies immer wieder der Bruchköbeler Schlussmann Mike Bätz seine Klasse, entschärfte Tempo-Gegenstöße und sorgte dadurch dafür, dass sein Team knapp die Nase vorn behielt.

Linksaußen Aydin Günes hatte in der Schlussminute die Gelegenheit, seiner Mannschaft mit einem verwandelten Strafwurf den vorentscheidenden Drei-Tore-Vorsprung zu verschaffen, scheiterte aber mit seinem Siebenmeter und sorgte dadurch noch einmal für jede Menge Spannung. Am Ende konnte Wettenberg aber nur noch verkürzen, sodass die SGB sich mit 21:20 durchsetzte. „Den direkten Vergleich hätten wir gerne gewonnen“, meinte Weber mit Blick auf die Tabelle, „jetzt drücken wir stattdessen nächste Woche Petterweil die Daumen, wenn sie gegen Wettenberg spielen.“ Sollte sich Petterweil dabei durchsetzen, stünde die Play-off-Teilnahme der Bruchköbeler fest. (Von Robert Giese)

Bruchköbel: M. Bätz, Simic; N. Bätz (2), A. Günes (6/2), Jockel, Junker (2), Haupt, Kosch (4), Klein (1), Kulenovic (1), Wienand (2), J. Wolff, M. Wolff, Zutic (3/1) - Schiedsrichter: Schwarzmeier / Stewen - Siebenmeter: SGB 6/3, HSG 6/3 - Zeitstrafen: SGB 7, HSG 6 - Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für M. Kulenovic (SGB, 42., dritte Zeitstrafe) und Jockel (SGB, 49., grobes Foul) - Zuschauer: 200

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