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SG Bruchköbel II will „große Enttäuschung“ vermeiden und holt sich Verstärkung aus dem A-Team

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Verzweifelt waren die Spieler des SV Wolfgang Sanel Ajkic und Benjamin Dauster im Hinspiel. Daher geht die SG Bruchköbel II am Sonntag mit einem 1:0-Vorsprung ins Rückspiel.
Verzweifelt waren die Spieler des SV Wolfgang Sanel Ajkic und Benjamin Dauster im Hinspiel. Daher geht die SG Bruchköbel II am Sonntag mit einem 1:0-Vorsprung ins Rückspiel. © Scheiber

Schafft der SV Wolfgang doch noch den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisoberliga Hanau, oder steigt die SG Bruchköbel II dorthin auf? Die Frage wird am Sonntag, im letzten Pflichtspiel einer langen Fußballsaison, auf dem Waldsportplatz in Bruchköbel beantwortet. Anstoß zum Relegationsrückspiel wird um 15.30 Uhr sein.

Bruchköbel – Zur Halbzeit hat die SG Bruchköbel II dank des 1:0-Hinspielsiegs knapp die Nase vorne. Anhand der größeren Spielanteile und der besseren Torchancen war der Sieg des A-Ligisten am vorigen Sonntag in den Augen vieler Zuschauer verdient. „Eigentlich hätten wir das eine oder andere Tor mehr schießen müssen, wir waren in meinen Augen fußballerisch klar besser“, meint SG-Coach Andreas Redmann.

Mit dem Aufstieg möchte er sich vom B-Team verabschieden. Bekanntlich übernimmt der lizenzierte Trainer ab der neuen Saison die Gruppenliga-Elf der Bruchköbeler. Redmann: „Die Voraussetzungen sind gut, es wäre für uns eine große Enttäuschung, wenn der Aufstieg nicht gelingen würde.“ Zusätzliche Unterstützung gibt es für den finalen Kick aus dem A-Kader: Der zentrale Mittelfeldspieler Felix Tugend soll auflaufen, Tobias Schadt die linke Außenbahn beackern.

Da der Rasenplatz in Bruchköbel wegen Sanierungsarbeiten gesperrt ist, wird auf Kunstrasen gespielt. „Das könnte ebenfalls ein Vorteil für uns sein, weil das Spiel da nochmals schneller wird“, so Redmann. Taktieren möchte er nicht, das alleinige Verteidigen des knappen Vorsprungs ist für den Trainer kein Thema. „Wir wollen unser eigenes Spiel durchziehen und möglichst in Führung gehen“, so die Wunschvorstellung des Coachs.

Im Lager des SV Wolfgang lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter. Zwar war der Kreisoberligist im Hinspiel in läuferischer Hinsicht unterlegen, doch Trainer Andreas Donges sieht in der deutlich besseren Personalsituation Argumente, dass dies diesmal nicht der Fall ist. Simon Lange, Kevin Schwarz, Burak Konkur rücken ins Aufgebot. „Auch die Temperaturen dürften am Sonntag nicht so heiß sein wie im Hinspiel, das könnte meiner Mannschaft ebenfalls helfen“, sagt Donges. Während die SG Bruchköbel II auf jugendlichen Elan setzen kann, kommt der SVW mit reichlich Routine daher. Nur wenige Spieler im Kader des Hanauer Stadtteilvereins sind unter 30 Jahre alt.

Der Tatsache, einen Rückstand aufholen zu müssen, gewinnt Donges sogar etwas Gutes ab. „Hätten wir das Hinspiel 2:0 gewonnen, wären meine Spieler vielleicht nicht so fokussiert gewesen. So können wir sagen, Bruchköbel war besser und wir wollen das umbiegen.“ Der SVW wird deswegen nicht von Anfang an mit Mann und Maus stürmen. „Wichtig ist, dass wir in der ersten Halbzeit kein Gegentor kassieren. Wenn wir zuerst treffen, ist das Spiel wieder komplett offen“, geht Donges erneut von einem engen Spielverlauf aus.

Ein Last-Minute-Klassenerhalt würde die Personalplanungen für die neue Saison erleichtern. „In den Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen und unseren eigenen Spielern kam klar heraus, dass die Kreisoberliga für viele die attraktivere Variante wäre“, erzählt Donges.

Natürlich wird auch im Abstiegsfall weiter Fußball beim SV Wolfgang gespielt - unter der Regie von Trainer Donges. „Leider bleiben uns nur zehn Tage bis zum Start in die Vorbereitung. In den nach dem Spiel verbleibenden vier Tagen bis zum Ende der Abmeldefrist werde ich vermutlich 100 Telefonate führen müssen“, stellt sich Donges auf eine stressige Zeit rund um den Monatswechsel ein.  fs

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