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SG Bruchköbel muss in der Handball-Oberliga punkten und auf Schützenhilfe hoffen

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Von: Robert Giese

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Kampf pur heißt es in den letzten drei Saisonspielen für Moritz Kosch (gelbes Trikot) und die SG Bruchköbel. Zusätzlich zu eigenen Siegen ist das Team auf Schützenhilfe angewiesen.
Kampf pur heißt es in den letzten drei Saisonspielen für Moritz Kosch (gelbes Trikot) und die SG Bruchköbel. Zusätzlich zu eigenen Siegen ist das Team auf Schützenhilfe angewiesen. © Scheiber

Showdown für die SG Bruchköbel im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga. Gegner ist am Samstag ab 20 Uhr die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim.

Bruchköbel/Hanau – In der Aufstiegsrunde will die HSG Hanau II gegen die MT Melsungen II den zweiten Sieg in den Play-offs einfahren.

SG Bruchköbel - HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim (Sa., 20 Uhr): Drei Spiele hat Bruchköbel noch zu bestreiten, und es könnten die vorerst letzten drei Partien in der Oberliga werden, denn das Team von Tegaday Ramos-Nuez steckt immer noch tief in der Abstiegszone. Die SGB will allerdings alles in die Waagschale werfen und die verbleibenden Spiele gewinnen - und beim Heimspiel am Samstag ab 20 Uhr damit anfangen. Der Gegner ist dann die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim, die einen Spieler in ihren Reihen hat, der in Bruchköbel wohlbekannt ist.

Vor einigen Jahren hütete Niklas Eul nämlich noch das Tor der Bruchköbeler, jetzt steht der 38-Jährige bei der „Ländchescombo“ zwischen den Pfosten. Der Routinier ersetzt den HSG-Torwart Vincent Robinson, der sich im Hinspiel gegen Bruchköbel einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog. „Das bringt natürlich noch mehr Brisanz ins Spiel“, meint Kazimir Balentovic mit Blick auf den Rückkehrer, der nach seiner Zeit bei der SGB auch für den Lokalrivalen HSG Hanau aufgelaufen war.

Dabei ist das Kräftemessen mit dem Tabellenelften für den Sportlichen Leiter der Bruchköbeler ohnehin schon brisant genug, schließlich geht es für seine Mannschaft darum, die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Oberliga nicht erlöschen zu lassen. „Das wäre schön“, so Balentovic mit Blick auf den immer noch möglichen Nichtabstieg, doch dazu müsste die SGB alle drei verbliebenen Spiele gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Dass die Chancen auf den Klassenerhalt gering sind, will Balentovic daher nicht verhehlen, gewinnen wollen die Bruchköbeler „aber völlig unabhängig von der Tabellensituation. So ein Spiel motiviert jeden Sportler, da will jeder glänzen und Vollgas geben.“ Um gegen Breckenheim zu bestehen, müsse die SGB anders auftreten als im Hinspiel, das mit 22:31 verloren ging. „Unsere Abwehr war damals zahnlos“, ärgert sich Balentovic, der deshalb hofft, dass die Mannschaft, was die Deckungsarbeit angeht, an die deutlich besseren Leistungen in den vergangenen Spielen anknüpfen kann. „Einfach wird das nicht, denn Breckenheim ist im Rückraum breiter aufgestellt als Münster“, weiß der Sportliche Leiter der SGB. Personell kann die SGB am Samstagabend beinahe aus dem Vollen schöpfen: Kreisläufer Luca Junker könnte wieder auflaufen, einzig Rechtsaußen Jona Röll steht nicht zur Verfügung.

Zahl der Absteiger hat sich erhöht

In der Handball-Oberliga der Männer herrscht nun Klarheit: Weil die ESG Gensungen/Felsberg und HSG Bieberau/Modau aus der 3. Liga ins hessische Oberhaus absteigen, erhöht sich die Zahl der Absteiger aus der Ober- in die Landesliga auf fünf Mannschaften. Für die SG Bruchköbel, Drittletzter der Abstiegsrunde, wird die Lage damit immer prekärer. Auch der Tabellenzweite und -dritte (MSG Umstadt und HSG Breckenheim) sind noch nicht gerettet. mei

MT Melsungen II - HSG Hanau II (So., 16 Uhr): Die Hanauer haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Mit viel Pech zog die HSG damals mit 26:27 den Kürzeren - und dieser Stachel sitzt noch tief bei den Grimmstädtern, die diese Scharte gerne auswetzen würden. „Das Hinspiel liegt ja noch nicht so lange zurück, den Gegner kennen wir dadurch noch gut“, rechnet Wess mit wenig Überraschungen, nun wolle sein Team sehen, was bei den Nordhessen möglich sei.

Diese dürften das Rückspiel gegen Hanau hochmotiviert angehen, denn Melsungen hat zumindest rein rechnerisch noch Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga. „Um diese Chance werden sie bestimmt kämpfen und das Spiel konzentriert angehen, außerdem ist es eine Mannschaft, die gut besetzt ist“, rechnet der Hanauer Trainer mit einer großen Herausforderung. Wess steht dafür praktisch der gleiche Kader zur Verfügung wie in der Vorwoche und der Hanauer Trainer fiebert der Partie bereits auf seine Art entgegen: „Wir sind drucklos, aber nicht bocklos.“ (Von Robert Giese)

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