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SG Bruchköbel steigt trotz Kantersieg in die Landesliga ab

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Von: Robert Giese

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Kampf pur heißt es in den letzten drei Saisonspielen für Moritz Kosch (gelbes Trikot) und die SG Bruchköbel. Zusätzlich zu eigenen Siegen ist das Team auf Schützenhilfe angewiesen.
Kampf pur heißt es in den letzten drei Saisonspielen für Moritz Kosch (gelbes Trikot) und die SG Bruchköbel. Zusätzlich zu eigenen Siegen ist das Team auf Schützenhilfe angewiesen. © Scheiber

Am Ende half auch der 31:17 (13:11)-Kantersieg beim Schlusslicht aus Babenhausen nicht mehr: Die Handballer der SG Bruchköbel steigen, das steht seit Sonntagabend fest, aus der Oberliga ab und treten in der kommenden Saison in der Landesliga Süd an. Am vorletzten Spieltag sind in Sachen Abstieg alle Würfel gefallen. Der TV Petterweil, die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim und die MSG Umstadt/Habitzheim haben den Klassenerhalt geschafft, die anderen fünf Teams steigen ab - auch die SG Bruchköbel.

Bruchköbel – Damit endet vorläufig eine Ära, denn die Bruchköbeler spielten seit rund drei Jahrzehnten immer mindestens in der Oberliga.

Für die Verantwortlichen der SGB war es ein schmerzhafter Abschied, obwohl sich der Abstieg bereits in den Vorwochen angedeutet hatte. „Wir haben zwar damit gerechnet, sind jetzt aber trotzdem sehr geknickt, denn die Hoffnung auf den Klassenerhalt war immer noch da“, fasst Kazimir Balentovic, der Sportliche Leiter der SG Bruchköbel, die Gefühlslage in der Mannschaft zusammen.

Zum Verhängnis wurde den Bruchköbelern, die seit rund 30 Jahren - bis auf ein zweijähriges Intermezzo in der 3. Liga - immer der Oberliga angehörten, dass sich die direkten Konkurrenten am Pfingstwochenende keine Blöße gaben: Samstags gewann die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim ihr Spiel, am Sonntag legte die MSG Umstadt/Habitzheim nach, sodass die SGB keine Chance mehr hatte, eines der beiden Teams noch von einem Nichtabstiegsplatz zu verdrängen - obwohl sie deutlich in Babenhausen siegten.

Gegen offensive Abwehr hat SG Bruchköbel Probleme

Dabei hatte Bruchköbel zunächst erhebliche Anlaufschwierigkeiten: Gegen die unorthodoxe 3:3-Abwehr der Hausherren erarbeitete sich die SGB zwar viele gute Chancen, scheiterte in der Anfangsphase aber zu oft beim Abschluss. Die noch sieglosen Südhessen lagen anfangs in Führung, erst nach etwa einer Viertelstunde übernahm Bruchköbel allmählich das Kommando, konnte das Schlusslicht aber zunächst nicht abschütteln und lag beim Seitenwechsel nur mit zwei Treffern vorne.

Im zweiten Durchgang zeigten sich die Gäste dann erbarmungslos, erzielten trotz Unterzahl direkt nach Wiederanpfiff vier Treffer in Folge und zogen bis Mitte der zweiten Hälfte auf 23:13 davon. Der Widerstand der Hausherren war damit gebrochen, SGB-Coach Tegaday Ramos-Nuez konnte munter durchwechseln, sodass sich fast alle Bruchköbeler Feldspieler auf der Torschützenliste eintragen konnten.

„In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen genutzt, zudem hat Maurice Ebell im Tor gut gehalten“, so Balentovic zu den Gründen für die einseitige zweite Hälfte. Richtig freuen über den klaren Auswärtssieg konnte sich der Sportliche Leiter angesichts des Abstiegs verständlicherweise nicht: „Das ist für uns in dieser Saison sehr bitter gelaufen, der Abstieg hatte mit Sport nichts zu tun. Wir haben aber gezeigt, dass wir in die Oberliga gehören und werden uns für die kommende Saison bestmöglich aufstellen“, sagte Balentovic, der bereits am Kader für die Landesliga bastelt. (Von Robert Giese)

SG Bruchköbel: M. Bätz, Ebell; Döhring (4), Eck (2), A. Günes (4), Haupt (2), Jockel (1), Kosch (2), Kulenovic (5), Röll (3), Wienand, J. Wolff (4/2), M. Wolff (3), Zutic (1) - Schiedsrichter: Mäkitalo / Schäfer - Siebenmeter: SG RW 3/3, SGB 3/2 - Zeitstrafen: SG RW 2, SGB 2 - Zuschauer: 150

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