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Sina Meyer lobt ihre Vorderleute: Torhüterin spricht über die Erfolgsstory von Tabellenführer TV Langenselbold

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Starker Rückhalt: Torhüterin Sina Meyer kann sich beim Landesliga-Tabellenführer TV Langenselbold auf ihre starken Vorderleute verlassen. Das Team ist noch verlustpunktfrei.
Starker Rückhalt: Torhüterin Sina Meyer kann sich beim Landesliga-Tabellenführer TV Langenselbold auf ihre starken Vorderleute verlassen. Das Team ist noch verlustpunktfrei. © Roland Adrian

14:0 Punkte und ein Torverhältnis von 204:146: Bei den Landesliga-Handballerinnen des TV Langenselbold läuft die Saison bislang sehr gut. Torhüterin Sina Meyer spricht im Interview über diesen unerwartet guten Verlauf der aktuellen Spielzeit.

Langenselbold – Dabei macht die Rodenbacherin, die als Grafik- und Webdesignerin arbeitet, ihren Vorderleuten in der Abwehr ein großes Kompliment. Am Sonntag heißt der Gegner für Meyer und Co. ab 18 Uhr HSG Dreieich.

Verraten Sie das Erfolgsrezept für solch eine Traumbilanz?

Wir haben - ehrlich gesagt - selbst gar nicht erwartet, dass wir so gut dastehen würden. Aber ich denke, zum großen Teil liegt es daran, dass wir als Mannschaft, abgesehen von nur kleineren Änderungen im Kader, seit vielen Jahren zusammenspielen und auf allen Positionen doppelt gut besetzt sind. Dazu kommt natürlich das gute Training von Stefan Wagner.

Worauf legt der TV Langenselbold seinen Fokus im Spiel?

Wir versuchen, das Spiel schnell zu machen und über die Erste und Zweite Welle zu einfachen Toren zu gelangen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber in unserer stabilen Abwehr. Steht sie gut und stimmen die Absprachen untereinander, dann ist das die halbe Miete.

Also können Sie sich voll auf Ihre Vorderleute verlassen?

Absolut. Dadurch habe ich gar nicht mehr so viel zu tun (lacht).

Haben Sie schon immer im Tor stehen wollen?

Die Entscheidung war mir seinerzeit abgenommen worden, weil ich zu den größeren Mädchen in unserer damaligen Jugendmannschaft des SV Erlensee gehörte. Ich habe tatsächlich Blut geleckt und wollte immer im Tor bleiben.

Haben Sie zwischenzeitlich auch andere Sportarten ausprobiert?

Ja, alles Mögliche: Tennis, Badminton, Reiten, Turnen. Aber der Teamgedanke beim Handball hat mich am meisten gereizt. Von daher bin ich froh, dass ich als Sechsjährige meinem großen Bruder nacheifern wollte und zu dieser Sportart kam.

Vor sechs Jahren sind Sie zum TV Langenselbold gewechselt und bilden in dieser Saison zusammen mit Corinna Herzog das Torwartduo. Herrscht da ein harter Konkurrenzkampf?

Nein, wir harmonieren total und ergänzen uns sehr gut. Und wir haben immer viel Spaß, auch mit unserer Torwarttrainerin Ella Sattler.

Inwieweit unterstützen die Fans das Team bei den Spielen?

Beim letzten Spiel in Dietzenbach waren gefühlt mehr Fans von uns als von der Heimmannschaft in der Halle. Sie sind ein großer Rückhalt für uns und besonders auch für unsere jungen Spielerinnen, die ja frühzeitig in unser Team integriert werden und mittlerweile ihre feste Rolle in der Mannschaft und auf dem Feld haben.

Hand aufs Herz - wer vermag den TVL zu stoppen?

Nur weil wir ungeschlagen sind, sind wir nicht unschlagbar. So zu denken, wäre gefährlich. Mit Bachgau und Habitzheim sind uns außerdem zwei starke Konkurrenten im Kampf um die Aufstiegsrunde auf den Fersen. Und auch das Spiel am Sonntag gegen das junge, nicht zu unterschätzende Team der HSG Dreieich muss erst einmal gewonnen werden.

Schielt man bereits auf die zweite Gruppe?

Na klar, man will doch sehen, wer oben mitspielt und mit wem man es zu tun bekommen könnte.

Wie finden Sie das Konzept des Hessischen Handballverbandes, die Ligen zu teilen?

Genau richtig - so bleiben die Mannschaften zunächst regional zusammen.

Träumt die Mannschaft schon vom Aufstieg in die Oberliga?

Nein, wir schauen von Spiel zu Spiel und hoffen, die Saison durchspielen zu können.

Das Gespräch führte Katja Vügten

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