Die Skyliners erzwingen ein finales Spiel

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Nicht zu stoppen: DaShaun Wood (vorne) überragte im vierten Spiel der Halbfinalserie zwischen Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners mit 30 Punkten und sieben Rebounds.

Frankfurt (cd) - Deutlich geführt, zwischendurch gewaltig gezittert und am Ende klar gewonnen: Die Frankfurt Skyliners haben gestern im Play-off-Halbfinale der Basketball-Bundesliga (BBL) den Matchball von Alba Berlin abgewehrt und mit einem 83:74-Auswärtserfolg in der Best-of-five-Serie zum 2:2 ausgeglichen.

Die Entscheidung, wer von beiden Mannschaften ins Finale einzieht, fällt damit am Donnerstag (19.30 Uhr) in Frankfurt. Bereits am Dienstag steht im anderen Halbfinale zwischen Titelverteidiger Bamberg und den Artland Dragons ebenfalls das entscheidende fünfte Spiel an.

„Ich bin stolz auf meine Spieler“, freute sich Skyliners-Trainer Gordon Herbert. „Viele Leute hatten uns nach Spiel drei schon abgeschrieben, aber wir haben an uns und unsere Chance geglaubt. Bis auf die ersten fünf, sechs Minuten des dritten Viertels haben wir sehr guten Basketball gespielt.“

Den Grundstein für den so wichtigen zweiten Sieg legten die Skyliners mit einem furiosen Anfangsviertel, in dem sie die Gastgeber förmlich überrannten und auf 16:0 davonzogen. Erst nach 5:26 Minuten gelang Berlin per Freiwurf der erste Punkt. Eine befreiende Wirkung hatte dieses kleine Erfolgserlebnis jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Skyliners dominierten weiter klar und entschieden das erste Viertel mit 29:9.

Von diesem Vorsprung zehrte Frankfurt das ganze Spiel, auch wenn es zwischenzeitlich auf einmal wieder ganz schön eng wurde. Berlin entschied das zweite Viertel mit 24:20 und hatte auch im dritten Spielabschnitt mit 23:16 die Nase vorne. Bis auf einen Punkt kamen die Gastgeber so heran (48:49, 50:51). Doch die Skyliners, bei denen DaShaun Wood (30 Punkte, sieben Rebound) und Roger Powell (22 Punkte, fünf Rebounds) überragten, fanden gerade noch rechtzeitig in die Spur zurück und setzten sich wieder ab.

Mit 65:56 für Frankfurt ging es ins letzte Viertel, in dem Alba zwar noch einmal alles versuchte, die Skyliners die Gastgeber aber immer auf Distanz hielten - auch weil die Trefferquote diesmal mit 47 Prozent aus der Nah- beziehungsweise Mitteldistanz und 43 Prozent bei den Drei-Punkte-Würfen deutlich besser war als im dritten Spiel.

„Es war ein seltsames Spiel“, sagte Alba-Trainer Muli Katzurin. „Nach unserem Comeback im dritten Viertel konnten wir auf einmal keine Punkte nachlegen. Frankfurt hat verdient gewonnen, denn sie haben die ganze Zeit hart gekämpft.“

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