Zukunft von Skyliners-Trainer Herbert offen

Nach Frankfurter Achterbahnfahrt verlängert Robertson bis 2021

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Quantez Robertson (rechts) verlängerte seinen Vertrag bis 2021. Der 34-Jährige absolvierte seit 2009 357 Spiele für die Frankfurter. Mehr schaffte nur Pascal Roller (408).

„Two more years, two more years“, rief Hallensprecher Aydogan Makasci ins Mikrofon und der Fanblock der Frankfurt Skyliners stimmte mit ein. Quantez Robertson winkte ins Publikum und genoss die Ovationen der Anhänger.

Frankfurt – Der knappe 82:81-Erfolg am letzten Spieltag im Hessenderby gegen die Gießen 46ers am Sonntagabend und die Vertragsverlängerung des Kapitäns des Basketball-Bundesligisten (BBL) hatte der Mehrheit der 5000 Zuschauer in der Ballsporthalle noch einmal einen schönen Saisonabschluss beschert. „Wir haben Charakter gezeigt“, sagte Robertson, nachdem die Chance auf die Playoffs schon am Freitagabend verspielt war. Die Skyliners beenden die Saison 2018/19 auf Rang elf. „Es war eine Achterbahnfahrt“, sagte Robertson. Den Vertrag, so der 34-Jährige, habe er bereits vor zwei Monaten verlängert. Der Klub wollte jedoch auf einen besonderen Moment für die Verkündung warten.

Eine mündliche Zusage für eine Vertragsverlängerung hat Cheftrainer Gordon Herbert bereits im Januar gegeben, wie er gestern verriet. Allerdings mit der Klausel, dass er die Hessen in Richtung kanadische Nationalmannschaft verlassen kann. Sein Heimatland zu trainieren, daraus hat der 60-Jährige nie einen Hehl gemacht, wäre ein absoluter Traum. Das Bewerbungsgespräch dazu ist bereits Ende März geführt worden. „Ich muss in den nächsten Tagen ein paar Dinge erledigen, dann fällt am Dienstag oder Mittwoch eine Entscheidung“, sagte Herbert. Die Zeichen stehen offenbar auf Abschied. Der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke hat bereits einen Plan B, falls Herbert den Klub verlassen sollte. Er hat wohl schon einen Vertrag mit einem Trainer gemacht, der nicht aus der BBL kommt, aber sich wieder auflöst, falls Herbert das Nationaltraineramt doch nicht annehmen sollte.

Neben Robertson haben Niklas Kiel, Richard Freudenberg, Akeem Vargas und Marco Völler noch einen Vertrag bis 2020. Armin Trtovac sogar bis 2021. Bei Leon Kratzer hat der Klub die Option auf ein weiteres Jahr gezogen. Beim schwedischen Nationalspieler Elijah Clarance steht die Option auf eine Verlängerung um zwei weitere Jahre noch aus. Die ausländischen Spieler Tyler Larson, Tra Holder, Jason Clark und Shawn Huff werden die Skyliners wohl verlassen. Bei Jonas Wohlfarth-Bottermann und Garai Zeeb, deren Verträge auslaufen, gibt es noch keine Anzeichen dafür, wie es weitergeht.

VON TIMUR TINC

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