Bundesligist sieht sich sonst aber gut aufgestellt

Basketball: Ausfall von Niklas Kiel schockt die Skyliners

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Der 20-jährige Niklas Kiel hat zum dritten Mal in nur zehn Monaten eine Gehirnerschütterung erlitten und muss weiter pausieren.

Frankfurt - „Mehr Körper!“ Gordon Herbert sitzt auf einem Stuhl am Seitenrand der Trainingshalle in der Frankfurter Nordweststadt, ein Klemmbrett liegt auf den Beinen und der Cheftrainer der Skyliners ruft immer wieder Jonas Wohlfarth-Bottermann etwas zu.

Der Center muss aus verschiedenen Positionen und aus unterschiedlichen Bewegungen heraus den Ball auf den Korb werfen. Alles wird haargenau notiert und von Herbert ausgewertet.

 „Die Spieler sind in guter Verfassung und mit einer guten Einstellung zurückgekommen“, berichtete der Kanadier über die ersten Eindrücke. Nur Kapitän Quantez Robertson konnte in den USA für einige Wochen aufgrund eines allergischen Schocks nicht trainieren und muss noch etwas aufholen, sonst sind alle Spieler topfit. Bis auf Niklas Kiel.

Der 20-Jährige erlitt vor kurzem seine dritte Gehirnerschütterung innerhalb von zehn Monaten. „Das Allerwichtigste ist jetzt, dass er wieder richtig gesund wird“, sagte Herbert, der von einem Schock sprach, als er die Nachricht bekam. Der 2,07-Meter-Mann Kiel hatte in den zwei Minicamps für die jungen deutschen Spieler im Skyliners-Kader einen hervorragenden Eindruck gemacht und wollte in dieser Saison angreifen. Daraus wird jetzt erst einmal nichts. „Wir werden die Lücke wohl temporär füllen“, sagte Herbert.

Eigentlich wollten die Skyliners nur mit fünf Ausländern in die Saison gehen, aber „wir müssen die Situation neu bewerten“, so Herbert. Neben einem Guard wird also doch noch ein großer Spieler kommen. „Wir werden aber die Dinge nicht überstürzen“, sagte der 59-Jährige. Zunächst will er sich in Ruhe im Training seine neuen Guards Jason Clark und Brady Heslip anschauen und entscheiden, ob der noch zu verpflichtende Guard mehr Spielmacher- oder mehr Shootingqualitäten mitbringen muss.

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„Wir brauchen einen guten Kader, wenn wir zweimal die Woche spielen“, sagte Herbert angesichts der anstehenden Doppelbelastung in der Bundesliga und im Eurocup. Mit dem bisherigen Kader ist er sehr zufrieden und glaubt, sich schneller weiterzuentwickeln als in den vergangenen Jahren. Auch, weil mit Heslip, Clark und Akeem Vargas (allesamt 28 Jahre alt) erfahrene Akteure zum Kader hinzugestoßen sind. (tim)

Morrison wechselt nach Litauen:

Center Mike Morrison wechselt nach vier Jahren bei den Skyliners Frankfurt in der neuen Saison zum litauischen Team BC Lietkabelis. In der abgelaufenen Spielzeit kam der 28-Jährige auf durchschnittlich 8,4 Punkte und 4,5 Rebounds. Bei den Skyliners war er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. 2016 verhalf er den Hessen zum Titelgewinn im Europe Cup. Sein neuer Club beendete die litauische Liga in der vergangenen Saison auf dem vierten Platz. 

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