Hoeneß als Mahner

Skyliners machen sich Mut für Showdown in München

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Zwischen München und Frankfurt kommt es zum entscheidenden fünften Play-off-Spiel um den Einzug ins DM-Halbfinale. Hier kämpfen Shawn Huff (l) von Frankfurt und Anton Gavel von München am 4. Spieltag des Viertelfinales in der Fraport Arena um den Ball. 

Frankfurt - Die Basketballer der Skyliners Frankfurt wollen nach dem vergebenen ersten Matchball nun im entscheidenden Playoff-Viertelfinalspiel in München die große Überraschung schaffen.

Nach der 50:85 (28:47)- Heimniederlage gegen den Top-Favoriten FC Bayern München liegen die Vorteile heute (20.30 Uhr) aber bei den Bayern, die durch den Sieg am Dienstagabend in der Best-of-Five-Serie zum 2:2 ausgleichen konnten.

Frankfurt schnupperte nach dem überraschenden Auswärtserfolg und der Führung in der Serie zum 2:1 nur kurz an der Sensation. Denn München schlug eiskalt zurück und zeigte den Skyliners deutlich die Grenzen auf. In keiner Phase der vierten Partie war Frankfurt dem Gegner gewachsen. „Wir konnten ihre Physis und defensive Intensität nicht annehmen“, konstatierte Skyliners-Coach Gordon Herbert. „Eigentlich war zu erwarten, dass München gut rauskommen und sich anders präsentieren würde als in den zwei Spielen zuvor“, meinte Center Jonas Wohlfahrt-Bottermann. Dennoch sind 50 erzielte Punkte (nur sieben im letzten Viertel) in eigener Halle eine große Enttäuschung.

Wo es nun anzusetzen gilt? „Wir müssen härter und besser zusammenspielen, um eine Chance zu haben“, erklärt Kapitän Quantez Robertson. „Wir müssen unseren Fokus schnell wiederfinden“, ergänzt Shawn Huff und blickte voller Vorfreude auf den Auftritt in München. „Für solche Spiele lebst du als Sportler.“ Bisher hatten die Skyliners in der Saison nach heftigen Niederlagen immer eine Reaktion gezeigt. Die ist in München zwingend notwendig, soll die Sensation doch noch geschafft werden.

In München ist die Erleichterung über das abgewendete Playoff-Aus groß. Dennoch gibt der Clubchef den Mahner. „Mit so einem Ergebnis im Rücken glaubt man, dass es leicht werden könnte“, sagte Uli Hoeneß „Das ist aber nicht der Fall, es ist gefährlich.“ Vor dem fünften und entscheidenden Viertelfinalspiel betonte er „Ich warne davor, dass das unsere Mannschaft zu leicht nimmt.“

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Wie groß der Druck auf den überlegenen Vorrundensieger ist, bewies auch der Gang des Club-Präsidenten zur Mannschaft vor der Partie in fremder Halle. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie nicht zurückschauen sollen, sondern dass ab sofort der Endkampf beginnt“, berichtete Hoeneß von seinen Worten an das Team von Trainer Dejan Radonjic. „Und so haben sie dann auch gespielt.“ (dpa)

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