„Josi“ Neumann fehlen Gegnerinnen

Solja lobt das Toptalent

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Langstadts Tischtennisstar Petrissa Solja mit der 8-jährigen Josephine „Josi“ Neumann.

Langstadt - Nach der Premiere des TSV Langstadt in der Tischtennis-Bundesliga gegen den SV Böblingen (6:3) ging für die achtjährige Josephine „Josi“ Neumann, Tochter der Langstädter Drittligaspielerin Cornelia Neumann-Reckziegel, ein kleiner Traum in Erfüllung, ein Spielchen gegen Petrissa Solja.

Das Tischtennis-Küken findet hierzulande in seiner Altersstufe keine adäquaten Gegnerinnen und gilt als das deutsche Toptalent überhaupt. Aufgrund ihres außergewöhnlichen Könnens ist „Josi“ in der Tischtennisszene bekannt wie ein bunter Hund. So ging der Böblinger Trainer Andrzej Kaim freudig auf die Kleine zu und begrüßte sie wie eine alte Bekannte. „Josi“ soll und möchte so bald wie möglich bei den Damen spielen - ein erster Antrag des TSV auf Freistellung wurde abgelehnt, doch man will nicht locker lassen. Normalerweise werden solche Genehmigungen im Bereich des Hessischen Tischtennis-Verbandes frühestens ab zehn Jahren erteilt. C-Schülerinnen wie Josephine Neumann sind „oben“ noch nicht vorgesehen.

Am Tag der Langstädter Bundesliga-Premiere durfte sie vor dem Abbau der Tische zehn Minuten mit ihrem großen Idol spielen. Und das staunte nicht schlecht, wie unbekümmert und fröhlich lächelnd ihre kleine Gegnerin sie mit beherzten Angriffsschlägen unter Druck setzte. Solja: „Sie wird mal besser als ich.“ Und das war nicht nur so daher gesagt.

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Man muss wissen, dass „Josi“ Neumann schon mit Sechs begeisterter Petrissa-Solja-Fan war und der damals noch für Berlin aufschlagenden Nationalspielerin bereits beim Pokal-Qualifikationsturnier 2016 in Seligenstadt ein selbstgemaltes Bild als Präsent überreicht hatte - zu einer Zeit, als noch keiner im Traum daran dachte, dass die damalige Weltranglisten-14. eines Tages das Trikot des TSV tragen würde. (rosch)

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