Aufschwung durch Teamgeist und Talente

Bei den Baskets ist Träumen erlaubt

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Die 18-jährige Jasmin Weyell (links, gegen Kelterns Linn Schüler) gehört zum Stamm der Rhein-Main Baskets.

Langen - Basketball ist das Spiel der Läufe und Serien. Dafür stehen auch die Zweitliga-Frauen der Rhein-Main Baskets. Nicht nur während der Partien, auch im Saisonverlauf. Wie in der vergangenen Spielzeit folgte auf einen schwachen Start ein Vormarsch, der im neuen Jahr fortgesetzt werden soll.  Von Jörn Polzin

In Vergleich der hessischen Zweitligisten haben die Falcons Bad Homburg (2.) und die SG Weiterstadt (5.) die Baskets (6.) verdrängt, dennoch fällt das Zwischenfazit in Langen recht positiv aus. „Wir stehen mit fünf Siegen sogar etwas besser da, als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt“, sagt Trainer Peter Kortmann. Zuversichtlich stimmt ihn vor allem der Lauf vor der Winterpause mit vier Siegen und nur einer Niederlage – 74:75 in Krofdorf.

Zudem machten die Baskets aus der personellen Not eine Tugend, setzten verstärkt auf ihre Talente, die das Vertrauen des Trainers rechtfertigten. „Vor allem Monika Wotzlaw und Jasmin Weyell haben ihre Chancen genutzt“, lobt Kortmann die beiden 18-Jährigen, die sich auf der Flügelposition gegen robustere Gegnerinnen gut behaupten.

Weyell, die auch in der Landesligamannschaft des TV Langen zum Einsatz kommt, bringt es auf zwölf Minuten Spielzeit im Schnitt, die etwas erfahrenere Wotzlaw steht sogar regelmäßig in der Startformation und kommt auf knapp 16 Minuten pro Partie. „Monika weiß, dass sie in dieser Saison mehr Verantwortung übernehmen muss, das tut sie auch“, sagt Kortmann, den das „ärgerliche Verletzungspech“ immer wieder zum Rotieren zwingt.

Den holprigen Saisonstart mit drei Niederlagen in Serie will er daran aber nicht festmachen. „Die Mannschaft war in der Sommerpause noch nicht komplett und wir konnten diese wichtige Phase nicht so gut nutzen.“ Die schwankende Formkurve bei Leistungsträgerinnen und schwache Wurfquoten vor allem aus der Distanz seien auch darauf zurückzuführen. Trotz des Ausfalls von Tori Fisher (kehrt nach Knie-OP zurück) stabilisierten sich die Baskets und schafften binnen weniger Wochen den Sprung aus dem Tabellenkeller ins Verfolgerfeld. Kortmann sieht im Teamgeist und der „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ seiner Spielerinnen einen wesentlichen Grund für den Aufschwung. Vorbild ist da seine Kapitänin Pia Dietrich, gleichzeitig die erfolgreichste Korbschützin im Team (knapp 14 Punkte im Schnitt).

Bilder: Baskets gewinnen Pokalderby

Diesen Schwung gelte es nun auch ins neue Jahr mitzunehmen. „Wir müssen schnell in unser Spiel zurückfinden“, betont der Trainer: „Wenn alle gesund bleiben, haben wir gute Chancen, in die Play-offs zu kommen. Zumindest dürfen wir davon träumen.“ Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Speyer-Schifferstadt (4.). Die Restsaison startet an diesem Samstag (16.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Reserve des Wasserburg. Zwei Wochen später folgt das Derby bei der SG Weiterstadt. An Motivation sollte es den Baskets nicht mangeln: In der Hinrunde gab es zwei bittere Niederlagen.

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