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Streckenrekord vor den Augen der Oma

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Comeback nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause: Der wumboR-Lauf durch Rödermark über 10 km. Gleich vorne dabei der Sieger Marc Bunzendahl (Nr. 19).
Comeback nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause: Der wumboR-Lauf durch Rödermark über 10 km. Gleich vorne dabei der Sieger Marc Bunzendahl (Nr. 19). © eyßen

Sieger Marc Bunzendahl hat beim wumboR-Lauf in Rödermark halbes Heimspiel. Jamil Adak vom TAV Eppertshausen wird Zweiter

Rödermark – Beim Comeback des wumboR-Laufs durch Rödermark durften sich Sportler, Organisatoren und Zuschauer nach zweijähriger Coronapause gleich über einen neuen Streckenrekord freuen. So schnell wie Marc Bunzendahl gestern war bei der seit 2007 ausgetragenen Veranstaltung noch kein Sportler über die zehn Kilometer gelaufen.

Für Bunzendahl, der in 33:34 Minuten die seit 2011 bestehende Bestmarke von Nils Müller (ASC Darmstadt, 34:55 Minuten) deutlich unterbot, war der wumboR-Lauf noch dazu so etwas wie ein Heimspiel. Bunzendahl startet für den VfL Altenstadt in der Wetterau, seine Großmutter wohnt allerdings in Ober-Roden und feuerte ihren Enkel gestern beim Lauf durch Rödermark natürlich an.

Marc Bunzendahl hatte 2016 beim wumboR-Lauf schon einmal den Zehn-Kilometer-Lauf gewonnen. Gestern lief er von Beginn an vorne weg. „Ich wollte unter 34 Minuten bleiben, das ist mir gelungen“, war der Sieger rundum zufrieden. In den kommenden Wochen steht für Bunzendahl die Vorbereitung auf Hessische und Süddeutsche Meisterschaften auf der Bahn im Vordergrund, wo er dann über 800 und 1500 Meter an den Start gehen will.

Mit Jamil Adak vom TAV Eppertshausen belegte ein Läufer aus der unmittelbaren Nachbarschaft Rödermarks beim wumboR-Lauf in 35:38 Minuten den zweiten Platz. Giuseppe Troia (Espresso Ferrarese Triathlon Team), der in Rödermark von 2017 bis 2019 die drei letzten Zehn-Kilometer-Läufe vor Corona gewonnen hatte, wurde diesmal in 35:52 Minuten Dritter. Clemens Heß vom MTV Urberach belegte in 39:42 Minuten Rang zwölf.

Bei den Frauen gewann Leonie Gieser (LC Olympia Lorsch) in 39:08 Minuten vor Marina Lefort (BSG Merck, 43:25) und Jacqueline Binz (SKC Deutsche Bundesbank, 46:06). Marion Giegerich vom MTV Urberach wurde in 48:09 Minuten Vierte, Annett Sovonja vom RLT Rodgau kam in 50:17 Minuten auf Rang zehn.

Leonie Gieser peilt beim Pfungstädter Laufcup, einer Serie, zu der auch der wumboR-Lauf gehört, eine Topplatzierung an. Da kommt ihr der Tagessieg in Rödermark sehr gelegen. Beim wumboR-Lauf war Leonie Gieser das erste Mal dabei: „Das ist eine anspruchsvolle Strecke. Ich dachte vorher, sie wäre flacher“, meinte die Siegerin angesichts der Bulau-Steigungen im ersten Streckenteil. „Aber die Männer haben gut Tempo gemacht“ , so Gieser, die die Hessenmeisterschaft über 5000 Meter als eines ihrer nächsten Ziele anpeilt.

179 Anmeldungen hatte es im Vorfeld für den Zehn-Kilometer-Lauf gegeben, am Start waren schließlich 121 Männer und 37 Frauen. Beim erstmals ausgetragenen Rödermarker Firmenlauf über fünf Kilometer waren 140 Teilnehmer dabei.

Mit der Resonanz zeigte sich Sascha Keller vom Volleyballclub Ober-Roden, bei dem gemeinsam mit Rudi Zischka vom in Rödermark beheimateten Skiclub Rodgau die organisatorischen Fädeln zusammen liefen, zufrieden. Aufgrund von Corona-Unsicherheiten zum Zeitpunkt der Vorbereitungen hatte man sich diesmal auf den Zehn-Kilometer-Lauf und den Firmenlauf konzentriert. Halbmarathon- und Schülerläufe sollen dann ab dem kommenden Jahr wieder mit dabei sein. (Von Sascha Eyßen)

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