1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

SVG Steinheim klärt Trainerfrage: Erst Aydin, dann Wöll

Erstellt:

Kommentare

Abstiegskampf für Steinheim: Die Steinheimer Sheriff Camara sowie Kapitän Alexander Blocher haben einen neuen Trainer bekommen. Keeper Kai Lopez kann derzeit nicht helfen, er fehlt verletzt.
Abstiegskampf für Steinheim: Die Steinheimer Sheriff Camara sowie Kapitän Alexander Blocher haben einen neuen Trainer bekommen. Keeper Kai Lopez kann derzeit nicht helfen, er fehlt verletzt. © Adrian

Fünf Spieltage bleiben dem SVG Steinheim noch, um den Klassenerhalt in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost zu realisieren. Mit 40 Punkten auf der Habenseite zählt der SVG zu den hochgradig gefährdeten Teams, weshalb der Vorstand nach der 0:6-Niederlage bei der SG Rosenhöhe Offenbach mit der Entlassung des ohnehin nur noch bis zum Saisonende unter Vertrag stehenden Trainers Murat Kurtulus nochmals einen Reizpunkt setzen wollte.

Hanau – Der frühere Steinheimer Co-Trainer Özen Aydin soll als Interimstrainer den Klassenerhalt sichern. Ab der kommenden Saison wird der 38-jährige Jens Wöll das Zepter am Pfaffenbrunnen in der Hand haben. Der Rodgauer ist bis 30. Juni noch an den Zweitligisten SV Darmstadt 98 gebunden, er fungiert bei den Lilien als Co-Trainer der in der Bundesliga spielenden U17-Junioren.

„Jens Wöll ist aber bereits in die Kaderplanung für die neue Saison eingebunden“, berichtet SVG-Fußball-Abteilungsleiter Bernd Hartmann. Wöll ist in Steinheim kein Unbekannter, denn er spielte vor seinem Wechsel als Spielertrainer des TuS Klein-Welzheim für die Steinheimer in der Kreisoberliga Offenbach. Später trainierte der lizenzierte Coach den damaligen Verbandsligisten Viktoria Urberach. Als aktiver Spieler war Wöll unter anderem für Kickers Offenbach, die SG Nieder-Roden und TGM/SV Jügesheim aktiv.

Wöll hat dem abstiegsbedrohten Gruppenligisten unabhängig der Ligazugehörigkeit zugesagt. „Wir wollen den Klassenerhalt mit aller Macht schaffen“, stellt Hartmann klar. Auf Vermittlung von Wöll steht für den Schlussspurt mit Jeremy Lundy ein zuletzt vereinsloser Neuzugang zur Verfügung. Der 31-jährige Defensivspieler stand vor vier Jahren im Regionalliga-Aufgebot von TuS Koblenz.

Am Sonntag (15.30 Uhr) sind die Steinheimer beim Vorletzten Sportfreunde Oberau gefordert. Alles andere als drei Punkte wäre eine herbe Enttäuschung. „Das Spiel müssen wir gewinnen“, meint Hartmann. Nach seiner Rechnung werden ungefähr 50 Punkte zur Rettung benötigt. Das Restprogramm erscheint machbar. Die Steinheimer haben den Klassenerhalt noch in der eigenen Hand und genießen im wichtigen direkten Duell am 1. Juni gegen Mitkonkurrent Alemannia Gedern Heimrecht.

Jens Wöll: Einst in Urberach, ab Sommer in Steinheim.
Jens Wöll: Einst in Urberach, ab Sommer in Steinheim. © Eyssen

Ein weiterer Widersacher im Kampf um die begehrten Nichtabstiegsplätze ist Türk Gücü Hanau. Aktuell weisen beide Teams 40 Punkte auf. Der bessere direkte Vergleich spricht für Steinheim, nur dieser Fakt trennt den SVG von einem Abstiegsplatz.

Dass ausgerechnet der ehemalige Steinheimer Coach Raduan Belaajel nun bei Türk Gücü das Traineramt übernommen hat, ist für Hartmann nicht von besonderer Brisanz. „Wir haben uns vor einem Jahr im Guten von Raduan getrennt“, berichtet Hartmann. Belaajels damaliger Co-Trainer Özen Aydin steht nun bis zum Saisonende in der Verantwortung. Für Hartmann kurzfristig die beste Lösung.

Nach dem Abschied von Belaajel blieb Aydin auch unter dessen Nachfolger Toni Dugandzic Co-Trainer. Unter Murat Kurtulus übte Aydin diese Position nicht mehr aus. „Özen hat unseren Verein ja nicht verlassen und kennt die Mannschaft gut. In den ersten Einheiten nach dem Wechsel war frischer Wind zu spüren“, setzen Hartmann und seine Vorstandskollegen auf neue Impulse in der entscheidenden Saisonphase. Die Prognose des Abteilungsleiters lässt eine heiße letzte Saisonphase erahnen. „Wir werden bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen.“

Von Frank Schneider

Auch interessant

Kommentare