Siebenerrugby

Teilnahme an World Series für DRV-Auswahl als Höhepunkt des Jahres

Sam Rainger (links) freut sich auf die World Series.
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Sam Rainger (links) freut sich auf die World Series.

Die Siebener-Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) darf als Gast an zwei Turnieren der World Series teilnehmen. Das sei der „Lohn für harte Arbeit“ und freut auch die Nationalspieler des RK Heusenstamm.

Offenbach – Der virtuelle Jubelschrei unterstrich die große Bedeutung der Nachricht. Mit einem „ENDLICH!“ leitete der Deutsche Rugby-Verband (DRV) auf Facebook seine Mitteilung darüber ein, dass das Siebener-Nationalteam dieses Jahr als Gast an zwei Turnieren der World Series teilnehmen darf. Wie zuletzt 2009, als Marc Sztyndera (damals RK Heusenstamm) und Co. vor 35 000 Zuschauern im englischen „Rugby-Tempel“ Twickenham spielten.

„Wir freuen uns riesig“, so Nationalspieler Leon Hees (RK Heusenstamm). „Das ist der nächste Schritt für uns. Auf diesem Niveau Erfahrung zu sammeln, ist genau das, was wir brauchen, um uns weiterzuentwickeln. Voraussetzung ist natürlich, so gut vorbereitet wie möglich dort aufzuschlagen. Dafür spielen wir ja im August ein gut besetztes Turnier in den USA.“ Wenig später geht es nach Kanada, wo sich das Team in Edmonton (18./19. September) sowie Vancouver (25./26. September) mit der Elite in der olympischen Variante messen wird. „Für uns ist die Teilnahme an den World-Series-Turnieren das Highlight des Jahres“, betonte Hees.

Vereinskollege Sam Rainger gab sich mit Blick auf die Pandemie zwar zunächst zurückhaltend („Ich kann mich freuen, wenn ich im Flieger sitze und dann auch hoffentlich in das Stadion einlaufe“), sieht diese Einladung jedoch ebenfalls als große Chance: „Wir wollen schon so lange Teil der World Series sein. Insofern ist das nun ein Schritt nach vorne. Ziel ist es, uns dort mit guten Leistungen gegebenenfalls für weitere Turniere zu empfehlen. Langfristig wollen wir uns aber dauerhaft dafür qualifizieren.“

In den vergangenen Jahren war das Team mehrfach knapp in der Quali gescheitert, gewann aber 2019 die EM und wurde dieses Jahr Vize-Europameister. Die Einladung zu den Turnieren der World Series sei „als Ergebnis der harten Arbeit der vergangenen fast zehn Jahre hochverdient und längst überfällig. Ich bin davon überzeugt, dass es für dieses Team nur der Auftakt zu zahlreichen weiteren Turnieren und Erfahrungen auf diesem Niveau sein wird“, erklärte Sportdirektor Manuel Wilhelm. (Von Christian Düncher)

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