Bundesliga-Frauen im Play-off-Rückspiel in Berlin chancenlos

Tischtennis: Langstädter Stolz über starke Premierensaison

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Symbolbild

Trotz der 2:6-Niederlage am Freitagabend beim wie entfesselt aufspielenden Ligaprimus ttc berlin eastside sah man beim TSV Langstadt nach einer rundum gelungenen Debütsaison in der Tischtennis-Bundesliga nur zufriedene Gesichter.

Langstadt – „Wir haben uns in den beiden Spielen gegen den haushohen Favoriten sehr achtbar geschlagen“, sagte Trainer Thomas Hauke: „Wir haben es Berlin nicht leicht gemacht.“ Der Sportliche Leiter Manfred Kämmerer ergänzte: „Berlin war dieses Mal klar besser. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Wir sind keineswegs enttäuscht, sondern sehr stolz auf unser Team.“

Petrissa Solja/Cheng Hsien-Tzu hatten erneut ihr Doppel gewonnen, diesmal gegen Nina Mittelham/Shan Xiaona. In den Einzeln punktete dann nur noch Solja gegen Ungarns Weltklassespielerin Pota. Die an diesem Tag wie entfesselt aufspielende Shan gewann gegen Solja und Cheng mit 3:0 Sätzen. Alena Lemmer wollte ihre Niederlage nicht überbewerten: „Berlin hat mit Nina Mittelham die Deutsche Meisterin im hinteren Paarkreuz. Das sagt alles über die Qualität des Kaders.“ Für Janina Kämmerer war die zuletzt in Polen weilende Monika Pietkiewicz ins Team gerückt. Sie verlor nach starkem Kampf erst im Entscheidungssatz gegen die Weltranglisten-28. Matilda Ekholm (Schweden).

Alles in allem war es eine starke Premieren-Spielzeit des Babenhausener Stadtteilvereins in der Beletage des deutschen Damen-Tischtennis. Nach der Hinrunde Vierter mit ausgeglichenem Punktverhältnis, war man am Ende der Punktrunde mit 15:13 Zählern sogar positiv notiert, doch auf Rang fünf zurückgefallen.

Dies ist umso positiver zu bewerten, als die beiden Topstars Petrissa Solja (Bilanz inklusive Play-offs: 23:3) und Cheng Hsien-Tzu (15:8), die überdies ein tolles Doppel spielten (9:1), nur sechs von 14 Partien gemeinsam bestritten. Im hinteren Paarkreuz überzeugte vor allem die 21-jährige Janina Kämmer mit einer positiven Bilanz (7:4). In den Play-offs glänzte Langstadt gegen Vizemeister Bingen (6:4, 6:2) und war dem Meisterschaftsfavoriten Berlin im Hinspiel vor 320 begeisterten Fans beinahe ebenbürtig. Mit einem Schnitt von mehr als 260 Besuchern pro Spiel zog der Neuling mit Abstand die meisten Fans an. Zum Vergleich: Der SV DJK Kolbermoor musste sich als Zweiter dieser Rangliste mit 100 Menschen weniger pro Partie zufrieden geben.

„Die erste Saison in Langstadt hat sehr viel Spaß gemacht und macht Lust auf mehr“, meinte Topspielerin Petrissa Solja. Auch die Nummer zwei war zufrieden. „Ich wollte unbedingt in der deutschen Bundesliga spielen, um mich weiter zu verbessern“, sagte Cheng Hsien-Tzu. „Das Niveau ist wirklich sehr hoch und man muss in jedem Spiel alles geben, um gewinnen zu können. In Langstadt ist eine tolle Stimmung und die Mannschaft passt sehr gut zusammen. Ich freue mich schon auf die neue Saison.“ Auch Janina Kämmerer unterstrich den Anteil der Fans: „Nach anfänglichen Problemen habe ich mich gut in der Bundesliga etabliert. Gerade in den Heimspielen haben mir die vielen Fans geholfen. Die Stimmung in Langstadt war mit Abstand am besten.“ Manager Manfred Kämmerer zog ebenfalls ein positives Fazit: „Die Mannschaft hat sich toll präsentiert und auch das Umfeld hat sich letztlich als absolut bundesligareif gezeigt. Jedes Heimspiel war ein echtes Event und die beiden Play-off-Heimspiele waren nochmal richtige Highlights.“  

rosch

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