Die Sprache verschlagen

Triathlon: Offenbacher Frank Bachinger erstmals Sprint-Weltmeister in der Altersklasse 60

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Frank Bachinger Weltmeister aus Offenbach

Mit diesem Triumph hat sich Frank Bachinger selbst überrascht und eine bis dahin ohnehin schon überragende Saison gekrönt.

Lausanne – „Das ist mehr als ich mir erträumt hatte“, gab der Triathlet des EOSC Offenbach zu, nachdem er bei der Altersklassen-WM in Lausanne den Sprint-Titel in der AK 60 gewonnen hatte. „Nach der tollen Saison hatte ich auf einen Podiumsplatz gehofft, zumal ich bei vorherigen Weltmeisterschaften die Plätze vier, fünf, sechs und acht belegt hatte. Dass es der WM-Titel wurde, ist für mich unbeschreiblich toll. Dieses Rennen wird für mich unvergessen bleiben. “.

Was der Titel für ihn bedeutet, zeigte sich erst mit etwas Abstand. „Als ich mit meiner Frau telefonierte, kamen die Emotionen durch. Ich bekam keinen Ton mehr heraus“, sagte Bachinger und betonte: „Mit drei deutschen Meistertiteln, Platz zwei bei der EM und nun dieser Goldmedaille war es meine erfolgreichste Saison überhaupt.“

Weltmeister aus Offenbach: Intensive Vorbereitung

Bachinger hatte sich intensiv auf das Rennen vorbereitet, das Streckenprofil analysiert und sich ähnliche Strecken fürs Radfahren und Laufen im Spessart und Odenwald gesucht. „Dort habe ich getestet, wie gut es die Anstiege hinaufgeht, und insbesondere die Krafteinteilung am Berg über die spezifische Streckenlänge geübt“, sagte er. Das zahlte sich aus.

Insgesamt gingen in der AK 60 102 Teilnehmer aus fünf Kontinenten auf die Strecke. Zunächst galt es, 750 Meter im Genfer See zu schwimmen. Bachinger kam als Zwölfter aus dem Wasser (mit einer Minute Rückstand auf den führenden Südafrikaner Jean Marais), schaffte es jedoch durch einen sehr guten Wechsel, vier Plätze gutzumachen.

Triathlet aus Offenbach: "Ich habe alles gegeben"

Beim Radfahren auf einem City-Kurs (zweimal zehn Kilometer) schob er sich zunächst auf Platz vier und ging in Runde zwei volles Risiko. Mit Erfolg. Bachinger übernahm die Führung und schaffte es, bis zum Wechsel auf die Fünf-Kilometer-Laufstrecke einen 40-Sekunden-Vorsprung herauszufahren. Erneut warteten zwei schwere Anstiege. „Ich habe alles gegeben. Als es auf die flachere Passage am Hafen ging, spürte ich, dass ich das Rennen nach Hause laufen kann“, so Bachinger. Sein Gefühl täuschte ihn nicht. Mit zwölf Sekunden Vorsprung gewann er den Titel.

Bachinger betonte. „So schnell werde ich es nicht schaffen, noch mal den WM-Titel zu holen. In den nächsten Jahren finden die Weltmeisterschaften weit weg statt. Das ist teuer, und die Zeitumstellung ist groß.“  

cd

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