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TSG Bürgel fremdelt noch mit Haftmittel

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Von: Christian Düncher

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Offenbach – Negative Ergebnisse, aber viele positive Erkenntnisse – so lautet das Fazit des Handball-Oberligisten TSG Bürgel nach dem Vorbereitungsturnier bei Drittligist TV Gelnhausen, an dem auch die ESG Gensungen/Felsberg (ebenfalls 3. Liga) teilnahm.

Gespielt wurde nach dem Modus „Jeder gegen jeden“. Geplant war eine Dauer von zweimal 20 Minuten. Die erste Partie der Offenbacher gegen den Gastgeber wurde jedoch schon nach einer Viertelstunde beendet, nachdem sich ein TVG-Spieler schwer verletzt hatte. Bürgel lag zu diesem Zeitpunkt 3:7 zurück. Gegen Gensungen/Felsberg setzte es dann trotz starker kämpferischer Leistung eine 16:21-Niederlage. Zur Pause hatte es 6:9 gestanden.

Marko Sokicic (30) war zuletzt Co-Trainer beim Drittligisten HSG Bieberau-Modau.
Marko Sokicic, Bürgels neuer Trainer. © Imago

Marko Sokicic zeigte sich trotz der zwei Niederlagen zufrieden mit der gezeigten Leistung. „Wir hatten zwar viele technische Fehler im Aufbau und bei den Spielzügen, die können wir jedoch größtenteils auf das ungewohnte Spielen mit Harz zurückführen“, sagte der TSG-Coach, dessen Team erst seit drei Wochen mit dem Haftmittel trainiert, das bisher lediglich in den höheren Klassen erlaubt war. Die Fehler seien daher „normal“, sagte Sokicic. „Auch bei den Abschlüssen benötigen wir eine bessere Quote. Wir konnten jedoch schon einige gute Aktionen im Angriff sowie in der Abwehr erkennen, sodass wir positiv in die nächsten Wochen gehen können.“

Am Wochenende steht bei Sokicic’ Ex-Club Groß-Bieberau ein weiterer Test an. „Da wollen wir den nächsten Schritt in der Entwicklung machen“, so der Trainer. Zunächst gehe es erst mal darum, topfit für den Ligastart Ende Oktober zu werden. Bei den langfristigen Zielen gab sich der Coach noch zurückhaltend. „Wir wissen nicht, wie die anderen Teams nach der Corona-Pandemie starten, welche Kader sie haben“, sagte er im Interview auf dem vereinseigenen YouTube-Kanal. „Mein erstes langfristiges Ziel ist es aber, die Aufstiegsrunde zu erreichen, also in unserer Gruppe unter die ersten vier zu kommen.“

Als eine der größten Herausforderungen sieht er dabei die lange Pause und das daraus resultierende Verletzungsrisiko an. Aber auch die offene Frage, ob Zuschauer in die Hallen kommen dürfen, sei „ein Thema, das uns ganz wichtig ist. Für die Spieler ist es eine komplett andere Situation, ob man mit oder ohne Zuschauer spielt“, so Sokicic. Unklar sei zudem, was im Detail passiert, wenn ein Coronafall auftritt. Fällt die Partie aus? Oder darf sie unter gewissen Voraussetzungen absolviert werden? „Da müssen wir alle bereit sein, so schnell wie möglich zu reagieren. Und wir müssen genau wissen, was wir bei einem positiven Coronafall zu tun haben und wie wir damit umgehen müssen.“  cd

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