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TSV Niederissigheim machts zweistellig: Safakspor bricht nach Shaffer-Verletzung ein

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Klare Sache für den TSV: Safakspors Maurizio Cerasino kann den Niederissigheimer Patrick Enzmann hier nur regelwidrig stoppen.
Klare Sache für den TSV: Safakspors Maurizio Cerasino kann den Niederissigheimer Patrick Enzmann hier nur regelwidrig stoppen. © Scheiber

Deutliche Kantersiege auf den einen, torarme Unentschieden auf den anderen Plätzen haben sich am sechsten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Hanau ereignet. Die Tabellenspitze übernahm der VfR Kesselstadt dank eines souveränen Sieges gegen Germania Niederrodenbach und der Nullnummern von Wachenbuchen und Heldenbergen.

Hanau – Am unteren Ende der Liga mussten Oberdorfelden und Safakspor Hanau herbe Niederlagen einstecken. Die Partie zwischen dem KSV Langen-Bergheim und der Spvgg. Hüttengesäß musste aufgrund mehrerer Corona-Fälle im Gästeteam abgesetzt werden, wie Sportvereinigungs-Sprecher Michel Kraus bestätigte.

Safakspor Hanau - TSV Niederissigheim 0:10 (0:6): Das Heimteam von Trainer Cevat Arslan kam gegen erbarmungslose Niederissigheimer komplett unter die Räder. „Der TSV hat von der ersten bis zur 90. Minute das Spiel gemacht“, musste Arslan bilanzieren. Seine aufgrund verletzter oder sich im Urlaub befindender Stammspieler stark ersatzgeschwächte Mannschaft knüpfte nicht an die respektablen Ergebnisse der Vorwochen an. „Der Gegner hat selbst gesagt, dass sie sich was anderes vorgestellt haben“, so Arslan, der zu allem Übel ab der 30. Minute auf seinen formstarken Torwart Daniel Shaffer verzichten musste. Aufgrund einer Schulterverletzung ging es für ihn nicht weiter, während die um ihn und auch den kurz vor Schluss ausgewechselten Stürmer Enes Cimen ergänzte Verletztenliste scheinbar kein Ende nimmt.

Tore: 0:1 Obradovic (23.), 0:2 Enzmann (37.), 0:3 Bernard (40.), 0:4, 0:5, 0:6, 0:7, 0:8 Wolff (45., 45.+1, 45.+3, 55. und 66.), 0:9 Fangacci (81.), 0:10 Bernard (83.) - Zuschauer: 50 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Enzmann, Bernard

SV Kilianstädten - 1. FC Erlensee II 1:1 (0:1): SVK-Sprecher Tim Kraushaar sah ein bis zur 40. Minute ausgeglichenes Spiel, das bis dato mit einem Freistoß, der laut den Kilianstädtern ein Elfmeter für das Heimteam hätte sein müssen, sein größtes Highlight hatte. Die Ursache der Erlenseer Führung kurz vor der Pause hatte Kraushaar aber eindeutig ausfindig gemacht: „Wir standen manchmal hinten ein bisschen zu offen“, was Simon Khan ausnutzte. Im zweiten Durchgang gab es zwar zuerst hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, doch auch die beiden Topstürmer Philipp Müller (FCE) und Marcel Wawacek (SVK) verwerteten diese erst mal nicht. Erlensee habe zwar am Ende mehr Chancen und somit auch den Sieg verdient gehabt, so Kraushaar, dennoch sei er natürlich froh, dass Wawacek in der Nachspielzeit noch die von Gästekeeper Leonhard Kohlstedt unterlaufene Ecke per Kopf im Tor unterbrachte.

Tore: 0:1 Khan (42.), 1:1 Wawacek (90+1.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

FSV Bischofsheim - SV Oberdorfelden 8:1 (4:0): „Es war bitter notwendig, dass wir heute gewinnen, denn der Druck von außen wurde höher“, erklärte FSV-Sprecher Klaus Pawlytko seine Erleichterung nach dem Kantersieg. Anfangs habe der SVO versucht, dagegenzuhalten. „Mit dem 1:0 und dem 2:0 war der Widerstand aber gebrochen“, so Pawlytko. Über außen habe man die Abwehr auseinandergezogen und die acht Treffer herausgespielt. „Der Trainer hat die Mannschaft super eingestellt und an den Teamgeist appelliert“, lobte der Spielausschussvorsitzende. Insbesondere Niklas Alasovic hatte mit drei Treffern einen guten Tag erwischt. „Das Spiel zeigt ja, dass die Mannschaft Potenzial hat“, so Pawlytko.

Tore: 1:0 und 2:0 Alasovic (18. und 28.), 3:0 Barfuss (31.), 4:0 Alasovic (33.), 5:0 Müller (53.), 6:0 da Silva (68.), 7:0 Barfuss (82.), 8:0 Sileshi (84.), 8:1 M. Cillis (88.) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Alasovic, Sejdovic, Rosenberger / geschlossene Mannschaftsleistung

SV Victoria Heldenbergen - 1. FC Hochstadt 0:0: Der Andrang auf den Heldenbergener Getränkestand war größer als der des Heimteams auf das Hochstädter Tor. Das erschließt sich aus den Informationen von Victoria-Sprecher Ulrich Stechno, der ein „starkes Spiel von beiden Seiten“, aber einen „spielerisch überlegenen Gast“ sah. Mit dem Punkt sei man zufrieden, schließlich hatten die Lila-Weißen mehr und bessere Chancen. So musste Kapitän Roman Racky in der 30. Minute den Ball vor der eigenen Linie klären, weil Torwart Kevin Christiansen im Eins-gegen-Eins schon umspielt war. Zwar scheiterte auch Victoria-Stürmer Andre Nollau am glänzend reagierenden Gästetorwart Michael Waldert (35.), doch Hochstadt war näher dran an einem Siegtreffer. Kurz nach der Pause etwa traf der FCH innerhalb zweier Minuten zwei Mal die Latte. „Wir haben heute Fortuna geküsst“, erklärt Stechno, wieso Heldenbergen dennoch die Null halten konnte.

Tore: Fehlanzeige - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Racky, Pollak / geschlossene Mannschaftsleistung

Eintracht Oberissigheim - SV Wolfgang 4:1 (0:1): Wem Alexander Schunck heute seinen Treffer zum 2:0 gewidmet haben dürfte, ist klar: Seit gestern ist er frischgebackener Vater einer gesunden Tochter. So ist auch sein Fehlen in der Startelf zu erklären, vom Krankenhaus auf den Platz eilend hat es wohl „nur“ zur zweiten Halbzeit gereicht. Das Spiel hatte die Eintracht laut Sprecher Michael Bellack über weite Strecken im Griff. „Von Wolfgang kam nach vorne nicht viel. Ein paar Abschlüsse, aber nichts wirklich Gefährliches“, berichtete er. Nach dem Anschlusstreffer des Ex-Oberissigheimers Daniel Erbe per umstrittenem Foulelfmeter (wobei der von Schunck Verwandelte laut Bellack ebenso äußerst fragwürdig gewesen sei) kam Wolfgang noch mal ran, doch Janis Jurascheck und Mirco Schwarzer tüteten den „verdienten“ Heimsieg für die Eintracht ein.

Tore: 1:0 Büdinger (29.), 2:0 Schunck (64./FE.), 2:1 Erbe (78./FE.), 3:1 Jurascheck (88.), 4:1 Schwarzer (94.+1) - Zuschauer: 60 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Kewa Wachenbuchen - FSV Neuberg 0:0: „Wenn du vorne die Dinger nicht machst, spielst du halt 0:0“, erkannte Kewa-Coach Marcel Smiroldo nach dem Spiel gegen tief stehende Neuberger. In den ersten 25 Minuten ließ Wachenbuchen bereits die eine oder andere Chance liegen, als der FSV früh störte. Die Überlegenheit der Kewa führte zwar zu einem „abwartenden“ Spiel der Gäste, aber nicht zu dem für einen Sieg nötigen Torerfolg. Niklas Fehst und Marco Kolev scheiterten in Eins-gegen-Eins-Situationen entweder an Torwart Alem Omeragic oder an der „Mit-Mann-und-Maus-Verteidigen“-Taktik der Neuberger.

Tore: Fehlanzeige - Zuschauer: 120 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Omeragic

VfR Kesselstadt - Germania Niederrodenbach 4:1 (2:1): „Das war der erste VfR-Gegner, der Fußball spielen wollte“, freute sich Kesselstadt-Sprecher Edo Selimovic über die sich nicht hinten reinstellenden Gäste. Doch bereits früh gingen die Hausherren in Führung - interessanterweise habe die Germania nach dem 2:0-Rückstand besser gespielt, so Selimovic. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld gelang dem via langem Ball angespielten Nervin Memic an alter Wirkungsstätte zwar der Anschlusstreffer (34.), doch so wirklich Druck sei dadurch nicht aufgekommen. In der zweiten Halbzeit ergaben sich zahlreiche Chancen für den VfR.

Tore: 1:0 Drino (7.), 2:0 Sekeric (12.), 1:2 Memic (34.), 3:1 und 4:1 Derdemez (62. Und 74.) - Zuschauer: 150 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Eintracht Oberrodenbach - Spvgg. Roßdorf 2:5 (0:1): Heim-Trainer Rico Kraut sah ein in der ersten Halbzeit ausgeglichenes Spiel. Roßdorf ging durch Luke Kulcsar in der 33. Minute in Führung, doch die Eintracht drehte nach der Pause auf und ging nach Roboks Ausgleich (47.) durch Maximilian Hüttel in Führung (57.). „Roßdorf hat nach dem 2:1 gedrückt, dann nahm das Spiel seinen Lauf“, so Kraut. In dieser Phase habe sein Team nachgelassen - und dezimierte sich für zehn Minuten selbst, weil Dominik Lötschert wegen Meckerns eine Zeitstrafe absitzen musste. Roßdorf nutzte seine Überzahl, während Oberrodenbach „fahrlässig Tore zuließ.“ In den Schlussminuten fiel die Eintracht nur noch in Person von Finn Kotyza auf, der für eine Notbremse die Rote Karte sah.

Tore: 0:1 Kulcsar (33.), 1:1 Robok (47.), 2:1 Hüttel (57.), 2:2 Uzun (68.), 2:3 Kulcsar (78.), 2:4 Rozic (88.), 2:5 Hellen (90.+1) - Zuschauer: 70 - Besondere Vorkommnisse: Zeitstrafe für Lötschert (69./Oberrodenbach); Rote Karte für Kotyza wegen Notbremse (85./Oberrodenbach) - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Von Lennart Nickel

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