Gruppenliga

Türk Gücü Hanau erkämpft einen Punkt: 3:3 nach 1:3 in Dörnigheim

Grätsche auf Kunstrasen: Türk-Gücü-Spieler Sascha Jakicevic (rechts) versucht dem Dörnigheimer Mario Cardaci den Ball vom Fuß zu spitzeln. Der Kampfgeist der Hanauer wurde mit einem Punkt belohnt.
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Grätsche auf Kunstrasen: Türk-Gücü-Spieler Sascha Jakicevic (rechts) versucht dem Dörnigheimer Mario Cardaci den Ball vom Fuß zu spitzeln. Der Kampfgeist der Hanauer wurde mit einem Punkt belohnt.

Die SG Marköbel und die SG Bruchköbel feierten in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost wichtige Heimsiege und verbesserten ihre Positionen im dicht besiedelten Tabellenmittelfeld. Bruchköbel schlug dank eines Last-Minute-Treffers den VfB Offenbach mit 4:3, während der SG Marköbel ein verwandelter Foulelfmeter von Can Kayalar genügte, um den VfB Oberndorf mit 1:0 in die Knie zu zwingen.

Germania Dörnigheim verspielte im Kreisderby gegen Türk Gücü Hanau eine 3:1-Führung und musste sich mit einem 3:3 begnügen. Eine Punkteteilung gab es auch für den SVG Steinheim gegen Langen (1:1), während der Tabellenvorletzte Hanau 93 II beim 0:5 gegen den FC Gelnhausen chancenlos blieb.

Germania Dörnigheim - Türk Gücü Hanau 3:3 (2:1): Nach dem Unentschieden unter der Woche bei Kickers Obertshausen erkämpfte sich Türk Gücü bei einem weiteren Spitzenteam einen Auswärtspunkt. 3:3 hieß es in Dörnigheim, trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung der Maintaler. „Wir haben uns am Ende selber geschlagen“, meinte Germania-Sprecher Joseph Büffel.

Das Spiel war von Anfang an temporeich. Etwas überraschend gingen die Gäste durch Djahfar Nuri in Führung. Ferdi Arslan hätte kurz darauf sogar erhöhen können. In der 28. Minute rettete Türk-Gücü-Torhüter Burak Tok gegen Emanuel Becker mit starker Fußabwehr, während die Latte Tim Teichers Ausgleichstreffer verhinderte (29.). Fünf Minuten später war Mimoun Attanin mit dem 1:1 zur Stelle, als er einen Freistoß aus 20 Metern verwandelte. In der 38. Minute markierte Becker das 2:1. Die Pausenführung war mittlerweile verdient. Weil der Dörnigheimer Torjäger in der 56. Minute das 3:1 nachlegte, deutete alles auf einen Heimsieg der Kostiris-Elf hin.

Chancen für den vierten und fünften Treffer waren vorhanden, doch nach Onur Buluts Anschlusstreffer (79.) war an der Dicken Buche wieder Spannung angesagt. Bulut besorgte mit einem Schuss ins lange Eck auch den Ausgleich. „Türk Gücü hat nie aufgegeben“, lobte Büffel die Einstellung der wacker kämpfenden Gäste.

Dörnigheim: Lapcic - Schäfer, Boos, Trajanov, Borack, Attanin, T. Teicher, Roth, Becker, Turan (65. Walter), Cardaci (72. Özkan)

Türk Gücü: Tok - Ertugrul, Nuri, Özelci (61. Dilki), Jakicevic, Yücel, Cimen, Arikan, Kücükagül, Arslan (46. Korkmaz), O. Bulut

Tore: 0:1 Nuri (19.), 1:1 Attanin (34.), 2:1 und 3:1 Becker (38./56.), 3:2 und 3:3 O. Bulut (79./84.) - Schiedsrichterin: Dörr (Wolfskehlen) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Becker, Trajanov / O. Bulut, Arikan

FC Hanau 93 II - FC Gelnhausen 0:5 (0:3): Trotz eines spielfreien A-Teams konnte HFC-Trainer Burim Gashi beim Wiedersehen des nun für den FC Gelnhausen auflaufenden Ex-93-Kapitäns Kahraman Damar nur einen Rumpfkader mit gerade mal einem Auswechselspieler aufbieten. „Bis zum ersten Gegentor haben wir gut mitgehalten und uns auch die eine oder andere Torchance erarbeitet“, berichtete HFC-Teammanager Matthias Merten. Nach dem 0:1 von Dennis Westenberger gingen die Köpfe beim Gashi-Team aber viel zu früh nach unten und der gleiche Spieler konnte in der 25. Minute noch einmal nachlegen. Das 0:3 durch Enrico Krieger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bedeutete schon die Vorentscheidung.

„Mit der klaren Führung im Rücken konnte Gelnhausen clever seinen Stiefel runterspielen und wir waren nicht mehr in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten“, sprach Merten von einer klaren Angelegenheit. Der Ex-Großkrotzenburger Sebastian Maicher und der eingewechselte Martin Pinker bauten das Ergebnis für den GFC weiter aus.

Hanau 93 II: Wahab - Shoshaj, Tokic, De Carvalho, Pinto, Saniyeoglu, Merten, Singh (54. Alonso), von Jagow, Bonaffini, Yalcin

Tore: 0:1 und 0:2 Westenberger (17./25.), 0:3 Krieger (45.+2), 0:4 Maicher (70.), 0:5 Pinker (90.) - Schiedsrichter: Sorg (Brensbach) - Zuschauer: 20 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

SVG Steinheim - 1. FC Langen 1:1 (1:0): Verdiente Punkteteilung am Pfaffenbrunnen. Die erste Hälfte verlief ausgeglichen und ein 0:0-Pausenstand wäre leistungsgerecht gewesen, doch Pio Busch hatte etwas dagegen und schloss eine gute Einzelleistung in der Nachspielzeit mit dem 1:0 für die Kurtulus-Elf ab. „In der zweiten Hälfte hätten wir den Sack zumachen können“, meinte SVG-Abteilungsleiter Bernd Hartmann. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die Langener in der zweiten Hälfte steigerten und den später Ausgleichstreffer durch Kalin Ivanovic auch verdient hatten. Der Torschütze verwertete zentral vorm Tor ein gutes Zuspiel von Außen.

Steinheim: Guse - Hartmann, Boateng, Blocher, Brighache, Camara, Rachor (61. Mujanovic), P. Busch, Bauer, Löffler (35. Özkan), Schörner (70. C. Busch)

Tore: 1:0 P. Busch (45.+1), 1:1 Ivanov (86.) - Schiedsrichter: Can (Spachbrücken) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Brighache, Boateng / geschlossene Mannschaftsleistungen

SG Marköbel - VfB Oberndorf 1:0 (1:0): Die Partie war kurzfristig um eine halbe Stunde vorverlegt worden, damit noch auf dem nicht mit Flutlicht ausgestatteten Rasenplatz gespielt werden konnte. „Wir wollen uns nicht nachsagen lassen, dass wir unsere Gegner bewusst auf den Hartplatz schicken, denn unsere Spieler spielen ja auch lieber auf dem Rasen“, erklärte SGM-Vorstandsmitglied Adolf Möller. Die entscheidende Aktion spielte sich in der 13. Minute ab. Nach einem Foul an Timon Stötzer zeigte Schiedsrichter Rene Enzmann auf den Punkt. Oberndorf protestierte gegen den Elfmeterpfiff, was Can Kayalar egal war, er verwandelte zum frühen 1:0. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Gäste optische Vorteile, ohne die gut gestaffelte Marköbeler Abwehr in Bedrängnis bringen zu können.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild. Bis zur 60. Minute ging es munter hin und her, danach verlagerte sich das Spiel mehr in die Hälfte der Gastgeber. Marköbels Coach Wolfram Rohleder brachte für die Schlussviertelstunde mit Sven Wesenberg noch einen zusätzlichen Abwehrspieler. Jetzt war für die Gäste aus Oberndorf gar kein Durchkommen mehr. Routiniert verteidigten die Hammersbacher ihren knappen Vorsprung.

Marköbel: Sticher - Naumann, Vetchel, Karges, Meinzer, Neun (65. Rackensperger), Kuhl, Reichert (75. S. Wesenberg), Schabet, Stötzer, Kayalar (90.+2 Oppermann)

Tor: 1:0 Kayalar (14./FE) - Schiedsrichter: Enzmann (Ober-Mörlen) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Vetchel, Naumann / Röder, Muminovic

SG Bruchköbel - VfB Offenbach 4:3 (2:2): Die Zuschauer am Bruchköbeler Waldsportplatz sahen ein kampfbetontes Spiel, das die Gastgeber in der Nachspielzeit glücklich für sich entschieden. Die SGB ist nun seit sieben Spieltagen ungeschlagen, während der VfB Offenbach den Rückenwind des 6:1-Erfolgs gegen Bayern Alzenau II nicht nutzen konnte. „Offenbach war sehr gallig, wir dagegen in der Abwehr ungewohnt fahrig. So sind auch die Gegentore entstanden“, erzählte SGB-Sprecher Tobias Müller.

Den Offenbacher Führungstreffer durch Sayan Mazlum konterte der wiedergenesene SGB-Stürmer Vicente Vargas-Vicente mit einem Doppelschlag. Da Gästespieler Toni Botic in der 40. Minute noch traf, ging es pari in die Halbzeit. Nach dem 3:2 durch Kristian Skocibusic (63.) folgten weitere Tormöglichkeiten der SGB. Doch statt 4:2 oder 5:2 stand es plötzlich 3:3, weil der stark spielende Gabriel Seebald die Kugel das dritte Mal für den VfB ins Netz beförderte. Der gleiche Spieler flog in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz. Kurz darauf gelang Milad Ahmadi der 4:3-Siegtreffer.

Bruchköbel: Thummerer - Barcik, Kern, Fleischer (46. Schadt), Rohner, Ennin (90. Ratsongnoen), Ahmadi, Müller, Skocibusic, Barthelmie, Vargas-Vicente (90.+2 El Homrani)

Tore: 0:1 Mazlum (10.), 1:1 und 2:1 Vargas-Vicente (11./26.), 2:2 Botic (40.), 3:2 Skocibusic (63.), 3:3 Seebald (79.), 4:3 Ahmadi (90.+2) - Schiedsrichter: Rolfs (Cölbe) - Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für den Offenbacher Seebald (90.+1) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Seebald

Von Frank Schneider

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