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TV Windeckens Tom Bingel sprintet zweimal zum Titel bei Süddeutscher Meisterschaft

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Sprintstark: Tom Bingel (TV Windecken, blaues Shirt) hat bei den Süddeutschen Schülermeisterschaften zweimal Gold geholt.
Sprintstark: Tom Bingel (TV Windecken, blaues Shirt) hat bei den Süddeutschen Schülermeisterschaften zweimal Gold geholt. © os

Leichtathlet Tom Bingel (TV Windecken) hat bei den Süddeutschen Schülermeisterschaften mit seinen Sprint-Qualitäten beeindruckt. Der vielseitige 15-Jährige, im Vorjahr Deutscher Mehrkampfmeister, gewann sowohl über 80-Meter-Hürden als auch im 100-Meter-Lauf Gold.

Frankfurt – Damit setzte er seine Erfolgsserie nahtlos fort und unterstrich seine Ambitionen hinsichtlich der nationalen Titelkämpfe in den Einzeldisziplinen am 9. und 10. Juli in Bremen sowie der noch nicht terminierten Mehrkämpfe.

Fast wäre Tom Bingel am Samstag trotz hochsommerlicher Hitze an seine eigene deutsche Jahresbestzeit von 10,78 Sekunden im 80-Meter-Hürdensprint herangekommen. Doch nachdem er die erste Hürde touchiert hatte, fehlten neun Hundertstelsekunden. Dadurch machte es der Sportler des TV Windecken, der drei- bis viermal wöchentlich am Olympiastützpunkt in Frankfurt trainiert, zunächst ein wenig spannend, lagen die Konkurrenten um den Mainzer Johannes Böcher doch bei Streckenhälfte gleichauf. Dann aber setzte sich Tom Bingel ab und in 10,87 Sekunden vor Böcher (10,96 Sekunden) durch.

Bingel holt auch über 100 Meter Gold

Seine Einschätzung nach dem ersten Finale fiel uneingeschränkt positiv aus: „Guter Start, guter Rhythmus, ich hatte keinen Zweifel am Sieg. Morgen wird es knapper“, so Bingel, der sich mental da schon mit dem 100-Meter-Lauf beschäftigte. Und diese konzentrierte Vorbereitung zahlte sich aus, denn auch am zweiten Wettkampftag führte der Weg zu Gold nur über Tom Bingel. Nach 11,46 Sekunden durfte er erneut jubeln - über den mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung auf Marc Weidenbach (LG Stadtwerke München/11,51 Sekunden) errungenen Sieg Nummer zwei.

Spannend ging es auch im Speerwurf zu. Zwar war Julian Fundel (LG Eningen-Reutlingen) mit der Bestleistung von 72,06 Metern gegenüber dem Mittelbuchener Robin Rieß (71,79 Meter) knapp favorisiert, doch bereits im ersten Versuch landete der Speer des Mittelbucheners bei respektablen 68,11 Metern, während Fundel lediglich auf 66,52 Meter kam. Daran änderte sich bis zum letzten Durchgang nichts mehr und Robin Rieß kann nun als Süddeutscher U23-Meister und erster Nachrücker für die Deutsche Meisterschaft der Männer in Berlin planen. Überraschend stark präsentierte sich Amin Lambdi (LAZ Bruchköbel), der „kaum trainiert und sich die nötige Kraft im Fitnessstudio holt“, wie sein Betreuer Maximilian Lang erklärte. Dennoch sprang Rang vier mit 62,99 Metern heraus.

Katja Seng holt im Diskuswurf Silber

Dessen U20-Vereinskameradinnen Katja Seng und Lena Weinrauch mischten in der Juniorinnenklasse mit, wobei Seng trotz schwierigem Rückenwind mit 50,01 Metern im Diskuswurf erneut überzeugte und sich lediglich der drei Jahre älteren Favoritin Leia Braunagel (SC Heel Baden-Baden/51,90 Meter) geschlagen geben musste. Weinrauch folgte auf Rang vier mit 45,59 Metern. Im Kugelstoß belegten sie die Plätze fünf (Seng/12,86 Meter) und sieben (Weinrauch/12,27 Meter).

Die Titelhoffnungen von Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) fielen einer Erkältung zum Opfer. „Der Abschlusstest am Samstagmorgen war ernüchternd. Belastbarkeit eher schwach, Puls zu hoch, das ergibt keinen Sinn“, meldete sich der Deutsche U23-Vizemeister sowohl von den 1500 Metern als auch von den 5000 Metern ab, deren Meldelisten er als Favorit deutlich angeführt hatte. Immer besser in Form kommt aktuell Constanze Paoli. Die Süddeutsche U20-Hindernismeisterin steigerte sich über 1500 Meter auf 4:39,92 Minuten und belegte den zweiten Platz.

Für ihren Vereinskameraden Nico Debus endeten die M14-Titelkämpfe im 3000-Meter-Lauf auf dem Bronzerang. Bis zur Zielgeraden hatte er das Feld bei Hitze und Wind angeführt, alles versucht, um die Konkurrenten im Windschatten abzuschütteln, doch dieses Mal reichte es für den amtierenden Hessenmeister nicht. In 10:02,42 Minuten und 10:03,81 Minuten zogen Noah Becker und Jan Langenkamp aus Kassel noch an Debus (10:05,25 Minuten) vorbei.  os

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