Ultra-Marathon

Ukrainer in Dudenhofen oft am schnellsten

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In diesem Jahr feiern die Rodgauer ein kleines Jubiläum.

Rodgau – Im Jahr 2000 richtete der Rodgau Lauftreff erstmals einen Ultra-Marathon über 50 Kilometer aus. 86 Teilnehmer gingen an den Start, 68 erreichten das Ziel.

In diesem Jahr feiern die Rodgauer ein kleines Jubiläum: Der Ultralauf rund um die Gänsbrüh in Dudenhofen findet am Samstag (10 Uhr) bereits zum 20. Mal statt.

Die Zahlen sind seit der Premiere explodiert. Der Lauf in Dudenhofen hat sich zum teilnehmerstärksten Ultra in Deutschland entwickelt und Rodgau weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Beim offiziellen Meldeschluss lagen 983 Voranmeldungen vor. „Am Lauftag kommen dann noch einmal so 20 bis 40 Nachmeldungen hinzu“, weiß RLT-Pressesprecherin Bärbel Fischer.

2009 lag der RLT mit 1076 Anmeldungen erstmals im vierstelligen Bereich, 2016 waren es sogar 1224. Im gleichen Jahr erreichten 958 Teilnehmer das Ziel, auch das ist Rekord. 2017 führen die Rodgauer eine Neuerung ein, die Anmeldegebühr war nun direkt bei der Onlineregistrierung zu entrichten. „Es war nicht mehr zu verantworten, jemanden am Tag des Laufes mit dem ganzen Geld von der TSV-Halle zur Sparkasse zu schicken“, schmunzelt Bärbel Fischer.

Seitdem melden sich viele Läufer deutlich kurzfristiger für den Ultralauf in Dudenhofen an. Rund zwei Wochen vor der Veranstaltung lagen dem Rodgau Lauftreff 730 Voranmeldungen vor, „in dieser Woche ging es dann nochmals rund“, sagt Fischer. Die Mehrzahl der Teilnehmer kommt aus Deutschland (925), auch die Ukraine (zwei Teilnehmer) ist traditionell in Rodgau vertreten und stellte schon achtmal den Sieger. Aber auch einige Exoten aus den USA (2), Mexiko (1) und Benin (1) sind dabei.

„Es wird sehr spannend“, sagt Fischer mit Blick auf die Teilnehmerliste. Vor allem bei den Männern. Titelverteidiger Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn), der seit 2018 in 2:56:18 Stunden auch den Streckenrekord hält, hat diesmal nicht gemeldet. So liegt die Favoritenrolle beim Vorjahreszweiten und Sieger aus 2017, Frank Merrbach von der LG Nord Berlin Ultrateam. Aber auch einer ganzen Reihe weiterer starker Läufer ist der Sprung auf das Treppchen zuzutrauen.

Bei den Frauen standen die drei Erstplatzierten aus dem vergangenen Jahr vorzeitig auf der Meldeliste: Überraschungssiegerin Susanne Gölz (LG Ultralauf), Britta Giesen (LW Hamburg) und Lisa Mehl (Willpower). Auch Sina Manishe (LG Seligenstadt) ist eine Platzierung in der Spitzengruppe zuzutrauen. Den Streckenrekord der Frauen hält seit 2016 Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt) in 3:32:42 Stunden.

Bilder: Der 50 km-Ultramarathon des RLT Rodgau

„Susanne Gölz hatte im vergangenen Jahr keiner auf der Rechnung“, erinnert sich Fischer, die zum 13. Mal in Dudenhofen startet. „Meine Arbeit findet im Vorfeld statt, weniger am Lauftag“, sagt sie. Ehemann Thomas ist sogar schon zum 16. Mal dabei. Als einziger Läufer bei bisher allen 19 Auflagen war Jochen Höschele (EK Schwaikheim) auf der Strecke. Er hat sich auch wieder angekündigt.

Erstmals wird die Veranstaltung von Jochen Heringhaus moderiert, da die langjährige Moderatorin Gabi Gründling die Strecke selbst einmal unter ihre Laufschuhe nehmen möchte.  (Leo)

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