Eis und Matsch behindern Anreise und Wettkampf

20. Rodgauer Ultra-Marathon: Wetter bremst viele Läufer aus

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Jan Kerkmann vom TSVE Bielefeld absolvierte die 50 Kilometer beim Rodgauer Ultra-Marathon unter schwierigen Bedingungen als Schnellster in 3:01:44 Stunden. Der Streckenrekord (2:56:18) geriet nicht in Gefahr.

Dudenhofen – Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen über rund 40 Kilometer hat sich Jan Kerkmann (TSVE 1890 Bielefeld) beim 20. Ultramarathon des Rodgau Lauftreffs über 50 Kilometer erstmals den Sieg geholt. In 3:01:44 Stunden setzte er sich vor Frank Merrbach (LG Nord Berlin Ultrateam, 3:03:34) durch. Von Patrick Leonhardt

Platz drei belegte Stefan Fritz (LG Region Karlsruhe) mit deutlichem Abstand in 3:13:51 Stunden. „Es war ein geniales Rennen, der Bessere hat gewonnen“, sagte Merrbach, der nach den Plätzen eins (2017) und zwei (2018) zum dritten Mal hin Folge auf dem Siegertreppchen stand. Julian Haberkorn von der TG 1873 Hanau belegte als schnellster Läufer der Region in 3:26:53 Stunden den sechsten Platz. Gregor Scharf (TV Hergershausen) lief in 3:57:40 Stunden auf den 48. Platz.

Bei den Frauen wiederholte Susanne Gölz (LG Ultralauf), in 3:42:33 Stunden ihren Vorjahressieg. „Sie ist über weite Strecken ein einsames Rennen gelaufen, das war nicht einfach“, zollte der langjährige RLT-Vorsitzende Wolfgang Junker der Leistung Gölz’ großen Respekt. Im Ziel war die Siegerin völlig am Ende und sank in die Arme der Helfer, nachdem sie nach sehr schnellen ersten Runden am Ende hatte auf die Zähne beißen müssen.

Die Zweitplatzierte Annette Müller (LG Nord Berlin Ultrateam) holte am Ende nochmals kräftig auf, gefährdete den Erfolg von Susanne Gölz aber nicht mehr. In 3:45:05 Stunden kam Müller vor Malin Pfäffle (Die Laufpartner) ins Ziel, die nach 3:47:42 Minuten die Ziellinie an der Gänsbrüh in Dudenhofen überquerte. Die Streckenrekorde von Benedikt Hoffmann (Heilbronn, 2:56:18 Stunden) und Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt, 3:32:42 Stunden) waren aber zu keiner Zeit in Gefahr.

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Über Altersklassensiege freuten sich Ulrich Amborn (LG Offenbach, M60) und Hartmut Wirth (Rodgau Lauftreff), der erstmals in der M70 am Start war. Bärbel Fischer, Pressesprecherin des RLT, freute sich in der W55 über den zweiten Platz. Insgesamt kamen 532 Teilnehmer in die Wertung, 837 waren am Morgen auf die Strecke gegangen. Nach gefrierendem Regen waren mehrere hundert Meter Asphalt unmittelbar zu Beginn jeder Runde – gelaufen wurde ein Fünf-Kilometer-Kurs, der zehnmal zu durchqueren war – zunächst noch ein wenig glatt, doch das Eis taute schnell.

Ansonsten prägte vor allem Matsch die Laufstrecke. Im Vorfeld hatten sich 983 Läufer für den teilnehmerstärksten Ultralauf in Deutschland angemeldet. Einige konnten die Fahrt nach Rodgau allerdings gar nicht erst antreten, weil nach dem Eisregen in der Nacht in Osthessen einige Autobahnteilstücke gesperrt waren. Erfahrungsgemäß meldeten sich am Lauftag noch einige Kurzentschlossene für den Lauf an.

Bilder: Ultra-Marathon in Rodgau

Wie in jedem Jahr waren wieder einige Exoten am Start – und das nicht nur aufgrund ihrer Herkunftsländer wie Mexiko oder Benin. Alex Kiesow aus Assenheim absolvierte die Strecke barfuß, Rolando Jesse im Schottenrock. Brigitte Zietlow (SiebzigPlus Dietzenbach) absolvierte 35 Kilometer gehend. „Da können sich viele Jungspunde einmal ein Beispiel nehmen“, meinte Wolfgang Junker.

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