Kegler

Grün-Weiß Offenbach: Umzug, Aufstieg, Fusion

Grün-Weiß Offenbach, Gruppenligameister und Aufsteiger in die Regionalliga. Von links: Trainer Peter Affée, Filip Vuko, Michael Zerfass, Heiko Fackelmann, Manfred Ripberger, Ralf Wiechmann mit Fynn, Norbert Regenfuß und Alexander Sauer. Auf dem Foto fehlen: Jürgen Oberleitner, Patrick Schmitt, Franz Klein und Ratko Desa. Foto: P
+
Grün-Weiß Offenbach, Gruppenligameister und Aufsteiger in die Regionalliga. Von links: Trainer Peter Affée, Filip Vuko, Michael Zerfass, Heiko Fackelmann, Manfred Ripberger, Ralf Wiechmann mit Fynn, Norbert Regenfuß und Alexander Sauer. Auf dem Foto fehlen: Jürgen Oberleitner, Patrick Schmitt, Franz Klein und Ratko Desa.

Auch die Corona-Pandemie kann den Keglern des KSV Grün-Weiß Offenbach den Stolz über eine außerordentliche (Abbruch-)Saison nicht rauben.

Offenbach - „Das war der größte sportliche Erfolg in  40 Jahren Grün-Weiß“, sagt Vorsitzender Thomas Dutiné nach dem Titelgewinn in der Gruppenliga und dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga.

Dass auch die dritte Mannschaft in der A-Liga Meister wurde, rundet das durch und durch positive Bild einer so abrupt endenden Saison ab.

Der grün-weiße Aufschwung hat plausible Gründe. Die lange Jahre in Bieber beheimateten Kegelfreunde haben nach ihrem Umzug ins Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm perfekte Bedingungen - und bieten Außergewöhnliches. Vor Spielen wird dank einer Licht- und Soundanlage mittlerweile traditionell eine Show auf die Beine gestellt. „Das beeindruckt auch die Gäste“, sagt Dutiné.

Dazu komme, dass der Verein in der glücklichen Lage ist, im Vorstand kegelverrückte Leute zu haben: „Wir haben die richtigen Leute an den richtigen Hebeln“, freut sich Dutiné. Dazu zählt Trainer und A-Lizenzinhaber Peter Affeé. „Dank ihm sind die Fehlwurfquoten deutlich reduziert“, erklärt der Grün-Weiß-Vorsitzende.

Und die Zeichen stehen gut für eine Fortsetzung des Erfolgskurses. 2018/19 fusionierten die KSV-Kegler mit dem KSV Fortuna Heusenstamm, „Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können“, sagt Dutiné mit Blick auf die Bedingungen auf der Bahn, die aktuell renoviert wird und künftig in grün-weißen Farben erstrahlen soll. Und ab der neuen Saison erhalten die Kegler weitere Verstärkung. Weil die Männer der TSG Bürgel ihre Heimstätte verloren haben, schließen sie sich in einer Spielgemeinschaft den Grün-Weißen an.

Die freuen sich künftig über vier Mannschaften, die in der Regionalliga, Gruppenliga, Bezirksliga und der A-Liga ihre Gegner beeindrucken wollen. „Wir haben in der Gruppenliga durchschnittlich 20 Holz mehr erzielt als der aktuelle Meister der Regionalliga“, sagt Dutiné mit Blick auf die Aussichten in neuer sportlicher Umgebung: „Ich rechne uns gute Chancen aus, einen Platz unter den ersten vier zu holen.“

Wann allerdings die erste Kugel in Heusenstamm rollt, das vermag Dutiné angesichts der Corona-Pandemie nicht zu prognostizieren. „Aber wir werden bereit sein, wenn es los geht.“

(Jörg Moll)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare