Stammverein kündigt kurz vor Saisonstart Vertrag mit Betriebs GmbH

Football: Universe steht ohne Lizenz und ohne Stadion da

Offenbach - Auf seiner Internetseite macht der Football-Erstligist Frankfurt Universe eifrig Werbung für die kommende Saison, die mit der Eurobowl-Partie bei den Amsterdam Crusaders (14. April) beginnen soll. Das könnte aber bald hinfällig sein.

Denn: Der Stammverein AFC Universe Frankfurt hat den Vertrag mit der Frankfurt Universe Betriebs GmbH (FUB) mit sofortiger Wirkung gekündigt. Aktuell hat man weder eine Lizenz noch eine Spielstätte.

Wie der Club mitteilte, hat Matthias Mämpel, der einstige Generalsekretär des heutigen Erstligisten, aufgrund eines Gerichtsurteils Maßnahmen gegen die FUB erwirkt. Deren Konten seien daraufhin ebenso eingefroren worden wie die ausstehenden Sponsorengelder der Firma Samsung, an denen Mämpel laut 2015 geschlossenem Aufhebungsvertrag weiter partizipierte. Er fordert 165.000 Euro. Die FUB kann diese Summe nicht aufbringen und ist laut Club weder in der Lage, die für die Erlangung der Lizenz nötigen Mittel aufzubringen, noch die Verbindlichkeiten an den FSV Frankfurt zu begleichen, was Voraussetzung für einen neuen Mietvertrag fürs Stadion am Bornheimer Hang wäre.

In einer Mitteilung warf der Club Mämpel, der schon 2015 Sponsorengelder in Höhe von über 300.000 Euro eingestrichen habe, vor, erneut den American Football in Frankfurt zu schädigen. Der Vorsitzende Dirk Arnold gibt sich jedoch optimistisch. Ziel sei es, diese Saison in der GFL zu starten und die Heimspiele am Bornheimer Hang auszutragen, sagte er.

Frankfurt Universe verliert gegen Kiel Baltic Hurricanes: Bilder

Man sei mit dem Verband und einem Investor in engem Kontakt. Dieser sollte nach Informationen unserer Zeitung 25,1 Prozent der Anteile an der FUB erhalten und hätte im Gegenzug alle Rechnungen getilgt. Nun soll wohl eine neue Spielbetriebs GmbH gegründet werden. Der von Michael Schwarzer geführten FUB bleibt nur der Weg in die Insolvenz. (cd)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance/dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare