Trainer macht um eine „tolle Mannschaft verschiedene Strömungen“ aus

Unruhiges Umfeld bei der TSG Bürgel

Offenbach - Das zweite Jahr in einer neuen Liga ist immer das schwerste. Doch die Handballer der TSG Bürgel schlagen sich auch in der zweiten Saison in der Oberliga Hessen sehr gut, verabschiedeten sich mit einer ausgeglichenen Bilanz von 12:12 Punkten als Tabellensiebter in die kurze Feiertagspause.

„Mit einem Sieg gegen Groß-Umstadt haben wir im Januar noch die Chance, die Hinrunde positiv abzuschließen“, betont Trainer Louis Rack. Die TSG startete mit einem echten Paukenschlag in die Saison, gleich am ersten Spieltag triumphierten die Offenbacher bei Vizemeister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 31:28. Eine Woche später folgte in eigener Halle der umkämpfte 30:29-Erfolg gegen Drittliga-Absteiger TV Kirchzell.

Mit diesem Traumstart hatten die Bürgeler nicht gerechnet – allerdings auch nicht mit der Niederlage bei Aufsteiger Hünfeld. Nach dem 41:32-Sieg gegen den TSV Vellmar holten die Offenbacher aus den folgenden fünf Partien nur noch zwei Punkte– beim 33:27-Sieg in Hüttenberg. Mit zwei Siegen gegen Babenhausen (31:25) und in Wiesbaden (38:30) bog die TSG wieder in die Erfolgsspur ein, ehe am Ende des Spieljahres eine 37:38-Niederlage in Gensungen folgte.

Louis Rack, Trainer des Handball-Oberligateams der TSG Bürgel.

„Ich habe eine intakte und tolle Mannschaft“, sagt Rack, den allerdings die Unruhe im Umfeld des Oberligisten stört. „Da gibt es verschiedene Strömungen“, sagt er. Zudem beeinflussen studien- und berufsbedingte Ausfälle den Trainingsbetrieb. Mit den bisherigen Leistungen ist Rack aber insgesamt zufrieden. „Die Mannschaft ist sehr auf den Angriff fixiert, Handballspiele werden aber in der Abwehr entschieden. Das muss rein in die Köpfe, wir stehen in der Abwehr nicht stabil.“ Das belegten auch die Zahlen: Mit 378 Toren stellen die Offenbacher zwar den besten Angriff der Liga, mit 366 Gegentreffern aber auch die viertschlechteste Defensive. Die vielen Gegentore lagen aber auch an Personalproblemen im Laufe der Hinrunde, vor allem der verletzte Tim Büdel wurde in der Defensive als Alternative im Innenblock vermisst. „Dieser Ausfall war nicht kompensierbar“, bedauerte Rack. Und unter anderem ein entscheidender Grund für die unglückliche Niederlage zuletzt in Gensungen.

Bilder: Irres Derby zwischen Bürgel und Babenhausen

Bereits in der ersten Januarwoche sind die Offenbacher wieder in das Training eingestiegen. Da einige Spieler noch im Urlaub weilten, zunächst noch in verminderter Besetzung.

In physischer Hinsicht sieht Louis Rack seine Mannschaft aber sehr gut aufgestellt, „da hätten wir keine Pause benötigt. Wir wollen 2018 wieder angreifen“, sagt der TSG-Trainer. Im letzten Hinrundenspiel treffen die Offenbacher am Samstag, 20. Januar, vor eigenem Publikum auf Drittliga-Absteiger MSG Umstadt/Habitzheim. (leo)

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