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Viel los im Keller: Big Points für Bischofsheim, Hüttengesäßer Coach Oymak verletzt sich schwer

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Der Deckel ist drauf: Philipp Hess (weißes Trikot) erzielt gegen Langen-Bergheim den vierten Bischofsheimer Treffer.
Der Deckel ist drauf: Philipp Hess (weißes Trikot) erzielt gegen Langen-Bergheim den vierten Bischofsheimer Treffer. © Roland Adrian

Im Gegensatz zum Kreis Offenbach wird die Winterpause in Hanau nicht vorgezogen, sodass die Kreisoberligisten unter teils schwierigen Witterungsbedingungen noch in diesem Jahr in die Rückrunde starteten. Gerade die Spvgg. Hüttengesäß hätte sich das Duell gegen den Tabellenkellernachbarn Safakspor Hanau im Nachhinein sicher gerne erspart. Das Ergebnis wurde dort fast zur Nebensache, da der mitspielende Trainer der Ronneburger, Metin Oymak, einen Schienbeinbruch erlitt und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Safakspor Hanau - Spvgg. Hüttengesäß 1:1 (1:0): Keine sieben Minuten waren gespielt, als sich Gäste-Spielertrainer Metin Oymak bei einem Pressschlag einen Schienbeinbruch zuzog, wie Safakspor-Coach Cevat Arslan berichtete. Schiedsrichter Mustafa Ayhan unterbrach die Partie, bis Oymak per Krankenwagen abtransportiert werden konnte. Hüttengesäß entschloss sich, das Spiel nach einer etwa halbstündigen Unterbrechung wieder aufzunehmen.

In einem sehr chancenreichen Spiel gingen die Gastgeber durch einen 30-Meter-Sonntagsschuss von Henna Moussa in Führung (28.). Die hielt bis zur 51. Minute, als Murat Akcay den hervorragenden Safakspor-Torwart Daniel Shaffer überwinden konnte. Der sollte sich für seine Leistung belohnen und fünf Minuten vor Schluss einen Foulelfmeter verwandeln. Nur: Gäste-Keeper Demir Kaynak parierte! In der 93. Minute sah zudem Enes Cimen Rot für eine Notbremse, den anschließenden Freistoß konnte die Sportvereinigung aber nicht nutzen. „Eigentlich hätte das nie 1:1 enden dürfen. Was die Jungs auf beiden Seiten verschossen haben“, staunte Arslan.

Tore: 1:0 Moussa (28.), 1:1 Akcay (51.) - Zuschauer: 50 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Cimen wegen Notbremse (90.+3/Safakspor) - Beste Spieler: Shaffer, Moussa / Akcay

Kewa Wachenbuchen - FC Erlensee II 0:2 (0:0): „Gepflegten Fußball kann man da schwierig drauf spielen“, kommentierte Kewa-Sprecher Dennis Holderried die Platzverhältnisse. Dennoch hätten sich beide Mannschaften um ein intensives Spiel bemüht. Bereits in der ersten Minute scheiterte Elias Zafar am Pfosten des FCE-Tors. „Wir haben Erlensee in der ersten Halbzeit den Schneid abgekauft“, beobachtete Holderried. Im zweiten Durchgang zeigte sich der Tabellenzweite jedoch gefährlicher und ging durch einen sehenswerten Kopfball von Tobias Weitzel nach Flanke von Manuel Igne in Führung (50.). Beide Teams hatten noch ihre Chancen, doch beide Keeper ließen bis zur Nachspielzeit nichts mehr zu. Im einsetzenden Graupelschauer verursachte Kewa-Verteidiger Nils Kreitz einen Elfmeter, den David Nene sicher zum Endstand verwandelte (90+3).

Tore: 0:1 Weitzel (50.), 0:2 Nene (FE/90.+3) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Kühn / geschlossene Mannschaftsleistung

VfR Kesselstadt - SV Wolfgang 5:1 (2:1): Im Duell gegen die von Ex-VfR-Coach Armin Curt trainierten Wolfgänger schien zunächst alles im Sinne des Tabellenführers zu laufen. Tunca Eris (7.) und Nermin Polimac (8.) erzielten per Doppelschlag eine komfortable frühe Führung. Aber: „Wir haben uns aus unerklärlichen Gründen nach dem 2:0 richtig schwer getan“, berichtete Thorsten Wolter, Sportlicher Leiter beim VfR. Durch einen von Ali Osman Kurt verwandelten Foulelfmeter kamen die Gäste ran (21.) und spielten auch nach der Pause druckvoll nach vorne. Doch mit den Einwechslungen von Almir Derdemez und Semir Argovic brachte Kesselstadts Trainer Dino Selimovic sein Team wieder auf Kurs. Derdemez habe fünf Mal den Ball gehabt und schon stand es 3:1“, so Wolter.

Tore: 1:0 Eris (7.), 2:0 Polimac (8.), 1:2 Kurt (FE/21.), 3:1 Derdemez (80.), 4:1 Argovic (88.), 5:1 Derdemez (90.) - Zuschauer: 70 - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistungen

FSV Neuberg - FC Hochstadt 2:0 (0:0): „Die Jungs haben 90 Minuten konzentriert gespielt“, so FSV-Interimscoach Sven Kupillas über das Duell der beiden Vereine, die jüngst einen Trainerwechsel erlebten. Der FCH operierte mit vielen langen Bällen, Neuberg habe mit guter Zweikampfarbeit dagegengehalten. „Es hat gut geklappt, denen die Butter vom Brot zu nehmen“, meinte Kupillas. Beim 1:0 servierte Marvin Mohr für Faruk Kurti (68.). Kurz darauf hätte sich FSV-Torwart Alem Omeragic beinahe selbst geschlagen, als er weit vor dem Tor stehend einen zu kurzen Pass spielte. Der FCH scheiterte jedoch daran, den Ball aus 40 Metern ins leere Tor zu schießen. Kurz vor Schluss belohnte sich Mohr mit einer erfolgreich zu Ende gebrachten Einzelaktion.

Tore: 1:0 Kurti (68.), 2:0 Mohr (88.) - Zuschauer: 80 - Beste Spieler: Mohr, Assmann, Lind / geschlossene Mannschaftsleistung

Germania Niederrodenbach - SV Oberdorfelden 9:0 (5:0): „Der SVO ist die schwächste Mannschaft, die ich in der Saison gesehen habe“, urteilte Germania-Sprecher Detlef Knoll angesichts des Kantersieges. In der 67. und 83. Minute hätten die Gäste jeweils eine mittelgroße Chance gehabt. Die fast zweistellige Anzahl an Treffern sei zu einem Großteil sehr gut herausgespielt worden, lobte Knoll, der die Germania für die kommende Aufgabe gewappnet sieht: Beim Nachholspiel am kommenden Donnerstag wartet der FC Erlensee II.

Tore: 1:0 Kühn (7.), 2:0 Heuer (17.), 3:0 und 4:0 D. Gesch (22. und FE/27.), 5:0 Kühn (38.), 6:0 und 7:0 L. Gesch (55. und 57.), 8:0 Klimas (84.), 9:0 L. Gesch (89.) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: Fiebig, Heuer, Kühn / Fuchs, M. Cillis

Victoria Heldenbergen - Eintracht Oberrodenbach 1:3 (0:2): „Oberrodenbach hat verdient gewonnen, sie haben den Hartplatz besser angenommen“, so Victoria-Vorstand Andreas Koffler. Nach 26 Minuten stand es schon 0:2. „Wir haben nie die Elemente gefunden, gegen so eine kompakte Mannschaft zu Chancen zu kommen“, ärgerte er sich. Karim Hinz nutzte in der zweiten Halbzeit eine Lücke auf der rechten Seite, um mit seinem Tor zum 0:3 alles klarzumachen (71.).

Tore: 0:1 Nofal (7.), 0:2 Steier (26.), 0:3 Hinz (71.), 1:3 Nollau (90.+2) - Zuschauer: 40 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Hinz

Eintracht Oberissigheim - SV Kilianstädten 4:2 (3:2): Zweimal brachte Noah Gibaja Lofink die Gäste in Führung, zweimal fand die Eintracht die passende Antwort, sodass Sprecher Michael Bellack zum Schluss kommen konnte: „Wir haben uns von den Rückständen nicht verunsichern lassen und konzentriert weitergespielt.“ Ein drittes Tor war Gibaja Lofink nicht vergönnt, sein Freistoß beim Stand von 2:2 klatschte an den Pfosten. Stattdessen drehte Johannes Maisch die Partie noch vor der Pause zugunsten von Oberissigheim. „In der zweiten Halbzeit hatten wir die komplette Kontrolle über das Spiel“, wie Bellack beobachtete.

Tore: 0:1 Gibaja Lofink (13.), 1:1 Nych (25.), 1:2 Gibaja Lofink (26.), 2:2 Warzecha (32.), 3:2 Maisch (42.), 4:2 Schunck (FE/74.) - Zuschauer: 30 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Noah Gibaja Lofink

FSV Bischofsheim - KSV Langen-Bergheim 4:0 (2:0): „Am Anfang war es ein ausgeglichenes Kampf-Spiel“, so FSV-Sprecher Klaus Pawlytko. Mehr und mehr habe die Heimelf spielerische Lösungen gefunden, was sich schnell in eine komfortable Führung niederschlug. Dominic Müller traf nach einem Standard (20.), Lion Traband erhöhte per Flachschuss auf 2:0 (28.). Nach der Pause versuchte der KSV durch Spielerwechsel, besser ins Spiel zu kommen. „Diese Phase haben wir relativ problemlos überstanden, mit dem 3:0 war das Thema erledigt“, meinte Pawlytko.

Tore: 1:0 Müller (20.), 2:0 Traband (28.), 3:0 Sonntag (63.), 4:0 Hess (70.) - Zuschauer: 50 - Besonderes Vorkommnis: Zeitstrafe für Barfuss (Bischofsheim/90.) - Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistungen

Spvgg. Roßdorf - TSV Niederissigheim 0:1 (0:0): Ein Hin und Her lieferten sich Roßdorf und Niederissigheim im ersten Durchgang, wie Heimsprecher Dirk Schier berichtete. Zweimal rettete das Aluminium die Sportvereinigung vor dem Rückstand. Das Spiel entschied letztlich TSV-Stürmer Dominic Bernard. Schier bilanzierte: „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen.“

Tor: 0:1 Bernard (74.) - Zuschauer: 100 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Bernard

Von Lennart Nickel

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