Hanau trifft im Kellerduell auf Baunach

Mentale Stärke entscheidet im Vier-Punkte-Spiel

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Weg gesucht: Hanaus neuer Spielmacher Bryan Smithson (links, gegen Paderborn) will mit seiner Mannschaft den vorletzten Platz verlassen.

Hanau – Viele, zu viele Ausrutscher haben sich die Hanau White Wings schon erlaubt. Am Samstag (19 Uhr) sollte kein weiterer hinzukommen, um die Chance auf den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga zu wahren. Gegner sind die Baunach Young Pikes.

Die beiden Kellerkinder treffen sich zum Vier-Punkte-Spiel. Mit einem Sieg könnte Hanau (12 Punkte) zum FC Schalke (14) aufschließen, der knapp über dem Strich steht und beim Tabellenzwölften Quakenbrück antreten muss. Vorteil für die White Wings: Baunach bestritt am gestrigen Abend ein vorgezogenes Spiel gegen Hamburg, muss also binnen 48 Stunden gleich zweimal ran.

Der Hanauer Cheftrainer Simon Cote warnt dennoch vor dem Farmteam des Erstligisten Bamberg. „Sie haben aus meiner Sicht mit das meiste Basketballtalent in ihren Reihen. Gerade was die Zukunft angeht. Allerdings sind die Spieler noch sehr, sehr jung“, sagt Cote. Aufgrund der fehlenden Erfahrung schwanke die Leistung der Mannschaft sehr stark.

Besonders zwei Schützen stechen heraus: Henri Drell und Kristian Kullamäe. Kullamäes Vater Gert lief einst selbst in der 1. Liga für Bamberg auf und machte sich als exzellenter Werfer einen Namen. Dieses Talent hat er auf seinen Sohn übertragen. Gegen Trier etwa glänzte Kristian Kullamäe (19) mit 34 Punkten. Der 18-jährige Drell kam in Hinspiel, das Baunach 85:58 gewann, auf 26 Punkte. „Ich glaube, dass beide langfristig in der europäischen Spitze mitspielen werden“, prognostiziert Cote.

Entsprechend erwartet er am Samstag ein sehr intensives Spiel. „Wir müssen in der Lage sein, dem Druck ihrer großen, athletischen Spieler standzuhalten. Und wir müssen besser mit dem Ball umgehen“, fordert der White-Wings-Trainer und sieht in der mentalen Stärke einen Schlüssel zum Erfolg. „Mal reagierst du auf den allgemeinen Druck positiv und gewinnst überlegen. Manchmal überwiegt aber auch der Frust und dann gibt es Probleme“, so Cote. (jp)

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