Basketball:

White Wings lassen Matchball ungenutzt

Hanau - Entscheidung vertagt im Kampf um den achten und letzten Play-off-Platz in der 2. Basketball-Bundesliga: Durch die Niederlage in Crailsheim und den Sieg des Rivalen Kirchheim müssen die Hanau White Wings am letzten Spieltag noch zittern.

„Wir haben es immer noch in der Hand, in die Play-offs zu kommen“, stellte Hanaus Sportdirektor Helmut Wolf das Positive nach dem 63:91 (27:46) in Crailsheim heraus. Gewinnen die White Wings am letzten Spieltag beim Vorletzten Ehingern, sind sie dabei. Verlieren sie und die punktgleichen Kirchheimer bezwingen die ebenso abstiegsbedrohten Baunacher, finden die Play-offs erneut ohne die Hanauer statt.

Klar ist: Eine Steigerung ist nötig. Beim starken Tabellenzweiten in Crailsheim gab es für die Gäste wenig zu bestellen. „Wir hatten einen sehr schlechten Start, und mussten nach fünf Minuten einem 0:14-Rückstand hinterherlaufen. Bei so einer Mannschaft muss man so lange wie möglich versuchen, im Spiel zu sein“, sagte Wolf.

Erst dann kam der Motor beim Außenseiter in Schwung. Lavon Long, Till-Joscha Jönke und Chris Brady schafften es, sich gegen die Defensive der Crailsheimer durchzusetzen und den Vorsprung ein wenig schmelzen zu lassen. 13:21 stand es am Ende des ersten Viertels.

Im zweiten Durchgang ging jedoch der starke Lauf der Gastgeber weiter, die unterstrichen, warum sie in dieser Saison zu Hause noch kein Spiel verloren haben. „Sie haben einfach ihre Würfe getroffen – von außen wie von innen“, erkannte Wolf an.

Nach einer Rangelei zwischen Crailsheims Philipp Neumann und Adom Jacko, die mit Doppel- und unsportlichen Fouls geahndet wurde, kochten die Emotionen hoch und die Gäste hatten endgültig das Publikum gegen sich. „Für uns ist das eine großartige Lernsituation und eine wichtige Erfahrung, in einer feindseligen Atmosphäre zu spielen“, meinte White-Wings-Trainer Simon Cote.

Auch wegen der schwachen Dreierquote (1/12) lag sein Team zur Pause deutlich hinten, bäumte sich im dritten Viertel etwas auf, war aber letztlich chancenlos. „Wir müssen daran arbeiten, bessere Würfe herauszuarbeiten. Wir haben nur 16 Assists erzielt – das ist nicht genug“, monierte Cote.

Hanau White Wings: Adams (7), Jacko (8), Albrecht (2), Eichler, Jönke (11), Herold, Choice (8), Long (8), von Fintel (9), Nicolay, Brady (10) (jp)

Rubriklistenbild: © dpa

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