Basketball-Division ProA:

Auf White Wings wartet ein Nervenkrimi

Hanau - Alles oder Nichts, Play-offs oder Saison-Aus heißt es am Samstag für die Hanau White Wings. Beim Spiel in Ehingen fällt die Entscheidung, ob die Zweitliga-Basketballer eine starke Saison krönen können.

Spannender hätte es sich ein Drehbuchautor kaum ausdenken können: Der letzte Spieltag in der Division ProA hat es in sich. Das Fernduell zwischen den White Wings und Kirchheim entscheidet darüber, wer das achte und letzte Play-off-Ticket löst. Doch auch für die jeweiligen Gegner steht viel auf dem Spiel. Ehingen (15.) und die punktgleichen Baunacher (14.) machen den zweiten Absteiger neben Ulm unter sich aus.

Auf Baunacher Schützenhilfe will sich Till-Joscha Jönke nicht verlassen, gibt die in der Situation typische Devise vor: „Wir schauen nur auf uns. Das Spiel in Ehingen ist etwas ganz Besonders. Es kommt darauf an, wer mehr Ruhe bewahrt und fokussiert bleibt“, betont der Hanauer Spielmacher, schiebt aber schmunzelnd nach: „Natürlich wäre es trotzdem ganz nett, wenn Kirchheim verliert.“ In dem Fall hätten die White Wings die Play-off-Teilnahme sicher, da der direkte Vergleich mit Kirchheim für sie spricht.

Obwohl sich die Hanauer den Nervenkrimi gerne erspart hätten, ist die Zuversicht groß. „Wir haben es selbst in der Hand und haben gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können“, sagt Sportdirektor Helmut Wolf. „Alle Spiele beginnen gleichzeitig um 19.30 Uhr, es wird ein wirklicher Krimi.“

Dass Ehingen ein ernstzunehmender Gegner ist, zeigte das Hinspiel in der Main-Kinzig-Halle. Bis zum dritten Viertel hatten die Gastgeber alles im Griff, mussten sich am Ende aber mit viel Kraft in die Verlängerung kämpfen und behielten die Oberhand.

Auch in den vergangenen Wochen sorgten die Ehinger für die eine oder andere Überraschung. Auswärts gewannen sie mit 93:86 gegen Karlsruhe, bezwangen Hamburg und Paderborn und unterlagen Heidelberg mit nur zwei Punkten Differenz.

Der Aufwärtstrend liegt unter anderem an Davonte Damion Lacy, der die Top-Performer-Liste der ProA anführt. Beinahe 20 Punkte erzielt er pro Spiel, hinzu kommen fünf Assists. Doch auch der starke Rebounder Kevin Yebo und Dreierschütze John Bonifant stellten die Hanauer bereits vor Probleme. Umso wichtiger ist für das Team der Blick auf das eigene Spiel. „Wir fokussieren uns auf uns, wir wollen den Sieg“, so Wolf. Der Schlüssel dafür: Den Ball laufen lassen, offene Würfe herausspielen und entschlossen verteidigen. (jp)

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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