Schlusslicht Speyer wartet

White Wings vor Wochen der Wahrheit

Reflektiert und überlegt: Omari Knox (Mitte) zählt trotz seines eher ruhigen Gemüts zu den absoluten Leadern der White Wings.
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Reflektiert und überlegt: Omari Knox (Mitte) zählt trotz seines eher ruhigen Gemüts zu den absoluten Leadern der White Wings.

Das neue Jahr beginnt für die Ebbecke White Wings Hanau sogleich mit den Wochen der Wahrheit. Fünf Spiele stehen in der 3. Basketball-Liga ProB an, vier davon gegen Teams aus der gleichen Tabellenregion.

Hanau – Oder wie es Geschäftsführer Sebastian Lübeck ausdrückt, „die am Ende hinter uns stehen sollten.“ Dann hätten die Hanauer das Play-off-Ticket sicher. Aber selbst falls es nicht zu einem der acht Play-off-Ränge reicht, kommen den Duellen wie am Samstag (18 Uhr) gegen Schlusslicht Speyer eine besondere Bedeutung zu.

Grund: Die Ergebnisse aus den direkten Vergleichen werden in die Play-down-Runde mitgenommen. Doch das ist Zukunftsmusik, mit dem Blick auf das schiefe Tabellenbild sowieso. So hat Gegner Speyer nur fünf Spiele absolviert, die White Wings schon elf. Einziger Sieg für Speyer bislang: in eigener Halle gegen Hanau, nach zwei Verlängerungen.

Offene Rechnung

„Da haben wir natürlich noch eine Rechnung offen, aber die Voraussetzungen sind diesmal ganz andere“, meint Lübeck. Stichwort Personal: Im Hinspiel fehlten den White Wings noch Josef Eichler (verletzt) und der nachverpflichtete Michael Acosta Marte. Auch beim Gegner hat sich etwas getan. Speyer, das wegen der hohen Fallzahlen in der Stadt nur auswärts trainieren und spielen darf, hat sich vom US-Amerikaner Jordan Rezendes getrennt, dafür den kroatischen Spielmacher Nikola Filic verpflichtet.

Stichwort Leistungsstand: Durch die kurze Vorbereitung und coronabedingte Zwangspause waren die Hanauer am zweiten Spieltag längst noch nicht so weit wie heute. „Vor sechs, sieben Wochen hätte uns Gießen noch aus der Halle geschossen, nun haben wir gezeigt, dass wir vielen Teams Paroli bieten können“, blickt der Geschäftsführer auf die 79:82-Niederlage zurück.

Kleinigkeiten entscheiden

Ein Ergebnis, mit dem die zeitweise klar in Führung liegenden White Wings nach der Schlusssirene haderten, das ihnen aber Zuversicht gibt. Lübeck fühlt sich darin bestätigt, dass „nur Kleinigkeiten in solchen Duellen entscheiden“. Wie etwa die vergebenen Korbleger oder Dreier aus aussichtsreichen Positionen. Die unterdurchschnittliche Trefferquote aus der Distanz – mit 30 Prozent viertschlechtester Wert der Liga – zieht sich allerdings durch die Saison.

„Wir sind kein klassisches Shooting-Team mit den überragenden Schützen, daher ist es umso wichtiger, dass wir die freien Würfe nutzen“, meint Lübeck. Einer, der auch mal die schwierigen Würfe trifft, ist Omari Knox, der in Gießen fünf Dreier verwandelte und stark auftrumpfte. „Wir brauchen ihn und seine Punkte. Außerdem strahlt er viel Ruhe aus und ist ein echter Teamplayer“, lobt Lübeck. Das soll er am Samstag wieder zeigen. Simpler Grund: „Bei Speyer sollen nach dem Spiel nicht zwei Siege und zweimal Hanau stehen.“

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