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White Wings wähnen sich auf einem guten Weg

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Von: Jörn Polzin

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Ordentliche Vorstellung: Center Bubba Farlong (beim Wurf) war beim 94:67 gegen Rhöndorf der zweitbeste Werfer der Hanau White Wings.
Ordentliche Vorstellung: Center Bubba Farlong (beim Wurf) war beim 94:67 gegen Rhöndorf der zweitbeste Werfer der Hanau White Wings. © scheiber

Erstmals seit fünf Monaten präsentierten sich die Hanau White Wings wieder ihrem Publikum. Beim Testspielsieg gegen die Dragons Rhöndorf machten die Drittliga-Basketballer schon Vieles richtig, haben aber bis zum Saisonstart noch Arbeit vor sich.

Hanau – Zwei motivierte Teams, gute Stimmung in der Halle und ein souveräner Sieg: Mit der offiziellen Saisoneröffnung konnte Basketball-Drittligist Hanau White Wings sehr zufrieden sein. 94:67-Sieg hieß es vor 170 Zuschauern gegen den Nord-Rivalen Dragons Rhöndorf. Es war zugleich der erste Auftritt vor heimischem Publikum seit etwa fünf Monaten.

„Wir machen bereits vieles richtig. Und das Wichtigste ist, dass die Spieler verstehen, was wir offensiv wie defensiv umsetzen möchten. Sie spielen einen guten Teambasketball und treten aggressiv auf. Wir sind auf einem guten Weg, aber natürlich müssen wir auch viel arbeiten“, bilanzierte White-Wings-Trainer Marti Zamora.

In der ersten Hälfte begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe mit leichtem Vorteil für die physisch überlegenen Gäste. Allen voran der schwedische Power Forward Zaba Bangala machte Alarm unterm Korb und war nur schwer zu stoppen. Doch auch Dragons-Kapitän und Ex-White-Wing Paul Albrecht hinterließ einen starken Eindruck am Brett. Die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse waren Zamora nicht entgangen. „Rhöndorf hat ein robustes Team zusammengestellt. Man hat gesehen, dass wir gegen die eine oder andere Mannschaft Defizite im Muskelbereich aufweisen werden. Das hindert uns nicht daran, eine harte Verteidigung zu spielen“, betonte Hanaus Headcoach.

Und genau das gelang den Gastgebern nach der Pause immer besser. Lohn der nun deutlich aggressiveren Defensivarbeit: Die White Wings entschieden das Reboundduell mit 42 zu 30 klar für sich. „Das gibt dem Team natürlich auch mehr Selbstvertrauen“, meinte Zamora.

Doch auch der schnelle Spielaufbau über Bruno Albrecht und Sebastian Brach funktionierte in der zweiten Hälfte besser. Immer wieder bediente das Duo die offenen Mitspieler auf dem Weg zum Korb. Neben den Centern Bubba Furlong und Sören Urbansky ragte allen voran Gabriel Kuku heraus. „Gabriel hat sehr stark gespielt, um jeden Ball und jeden Zentimeter gekämpft“, lobte Zamora den Flügelspieler, der es auf satte 19 Punkte brachte.

Während Rhöndorf im weiteren Verlauf immer mehr die Puste ausging, ließen die fitten Hanauer nicht nach und schraubten das Ergebnis zum 94:67 in die Höhe.

Ein Ergebnis, das Zamora allerdings nicht zu hoch hängen wollte. „Es ist ja noch Vorbereitung, dabei geht es nicht zwingend darum, zu gewinnen, sondern unseren Matchplan umzusetzen und verschiedene Spielzüge zu testen. Und da passieren dann auch mal Fehler, die so im Normalfall nicht passieren dürfen. Daraus lernen wir“, lautet das Fazit.

Die Unkonzentriertheiten möchte der Coach abstellen: „Die Saison beginnt in Kürze und es wäre vermessen zu sagen, dass wir jetzt schon zu hundert Prozent bereit dafür sind. Die Vorbereitungszeit ist immer kürzer, als man es sich wünschen würde.“ Wermutstropfen: Fabian Baumgarten kuriert noch eine Infektion aus. Ob er bis zum Saisonbeginn am 2. Oktober (18 Uhr) beim FC Bayern München II zurückkehrt, ist ungewiss. In den nächsten Tagen soll sich entscheiden, ob Testspieler Simon Franke einen Vertrag erhält.

Hanau White Wings: Albrecht (14), Martinez (5), Hecker (6), Furlong (15), Kuku (19), Brach (8), Walz (8), Dordevic (11), Arkan, Urbansky (8)

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