RUGBY Erstligist RK Heusenstamm trifft in der Partie bei der RG Heidelberg auf zwei seiner ehemaligen Spieler

Wiedersehen mit Biniak-Brüdern „interessiert uns nicht“

Heusenstamm – Am vergangenen Samstag hatte Mikey Ferraris endlich mal einen dieser seltenen sportlichen Glücksmomente, aber nicht als Trainer des Rugby-Erstligisten RK Heusenstamm.

Vielmehr bejubdelte der Südafrikaner den Titelgewinn der Auswahl seines Heimatlandes bei der WM in Japan. Während ihn die „Springboks“ beglückten, bereiten ihm seine „Füchse“ Sorgenfalten. Das Team ist nach sechs Spieltagen sieglos, gab zuletzt dreimal hintereinander in einem Kellerduell eine Führung aus der Hand. Gegen den RC Luxemburg reichte es jüngst immerhin trotz großer Personalsorgen zu einem 31:31. Die „Füchse“ sind dennoch Schlusslicht und bekommen es in den letzten zwei Spielen vor der Winterpause mit Top-Mannschaften aus der deutschen Rugby-Hauptstadt zu tun.

Am Samstag (14 Uhr) müssen die Heusenstammer zunächst beim Tabellendritten RG Heidelberg antreten, am 30. November (15 Uhr) geht es dann zum Heidelberger Stadtteil-Verein TSV Handschuhsheim, der aktuell die Tabelle der Süd/West-Gruppe anführt. In beiden Partien ist der RKH klarer Außenseiter. „Niemand erwartet von uns, dass wir in diesen Spielen erfolgreich sein werden. Aber wir werden alles daran setzen, einen großen Kampf abzuliefern“, verspricht Ferraris. Die Personalsituation ist allerdings weiterhin alles andere als rosig. Neu im Lazarett sind Ian Iding und Lucas Schmitt, die sich im Spiel gegen den RC Luxemburg so schwer verletzten, dass sie länger ausfallen. Dafür stehen die Stürmer Benni Polheim und Florian Frede wieder zur Verfügung. Auch Max Hechler erhält quasi eine Einsatzgarantie. „Er wird in die Mannschaft rücken und das Schiff hoffentlich stabilisieren“, sagt der Trainer, der jedoch damit rechnen muss, dass die RGH bestens auf seine „Füchse“ vorbereitet ist. In Siebener-Nationalspieler Tim Biniak und dessen jüngerem Bruder Louis wechselten vor der Saison nämlich zwei Eigengewächse vom RK Heusenstamm zu den „Orange Hearts“. Glücklich war und ist man darüber bei den „Füchsen“ nicht. „Sie sind nun nur noch zwei andere Bundesligaspieler, für die wir uns nicht interessieren. Wir müssen uns auf uns fokussieren“, stellt Ferraris klar.  cd

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