Giro als Saisonziel

Buchmann 2021 nicht bei der Tour - Ackermann auf Longlist

Emanuel Buchmann
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Will sich 2021 auf den Giro d'Italia statt auf die Tour de France konzentrieren: Emanuel Buchmann. Foto: Bernd Thissen/dpa

2019 begeisterte er als Gesamtvierter, 2020 litt er unter Schmerzen:  Radprofi Emanuel Buchmann hat ein besonderes Verhältnis zur Tour de France. In diesem Jahr soll Deutschlands Hoffnungsträger aber bei einer anderen großen Rundfahrt debütieren.

Riva del Garda (dpa) - Die Tour de France der Radprofis wird 2021 höchstwahrscheinlich ohne den deutschen Hoffnungsträger Emanuel Buchmann stattfinden.

Der 28-Jährige peilt in diesem Jahr sein Debüt beim Giro d'Italia statt den nächsten Anlauf bei der  Frankreich-Rundfahrt an, wie er am Sonntag bei einer digitalen Medienrunde seines Teams Bora-hansgrohe sagte. «Der Plan ist, dass ich mich auf den Giro konzentriere. Bei der Tour-Strecke haben wir entschieden, dass die Tour nicht wirklich für mich gemacht ist», begründete Buchmann.

Das Profil mit vielen Zeitfahrkilometern und wenigen Bergankünften komme dem Tour-Vierten von 2019 nicht unbedingt entgegen. «Da sehe ich beim Giro die größere Chance, vorne reinzufahren», fügte Buchmann an. Der Ravensburger äußerte zwar erneut sein großes Karriereziel, die Tour einmal auf dem Podium zu beenden - 2021 sei angesichts der Streckenführung aber nicht das richtige Jahr dafür. 

Bei der Tour könnte stattdessen Wilco Kelderman für Bora-hansgrohe die Rolle als Klassementfahrer einnehmen. Buchmann äußerte auch für seinen Premierenstart beim Giro, der traditionell im Mai als erste der drei großen Landesrundfahrten stattfindet, angriffslustig. «Prinzipiell ist erstmal ein Podestplatz das Ziel. Das wird beim Giro natürlich auch nicht viel leichter. Da muss auch drei Wochen lang alles passen», sagte Buchmann.

Unklar ist hingegen, ob Top-Sprinter Pascal Ackermann 2021 erstmals auf die Jagd nach Tour-Etappensiegen für den oberbayersichen Rennstall gehen darf. «Für mich ist die Tour de France mein großes Ziel. Man muss aber auch sagen: Die Form muss stimmen. Ich sage, es muss der Stärkste am Start stehen. Momentan stehe ich auf der Longlist mit einem ganzen Sprintzug», sagte Ackermann. Ob er dann auch dabei ist, ist offen.

Bora hat für das größte Radrennen der Welt nur acht Plätze zu vergeben. Der dreimalige Weltmeister Peter Sagan ist normalerweise gesetzt, auch beim Kampf um vordere Plätze im Gesamtklassement wird Bora-hansgrohe den vorgesehenen Kapitän Kelderman mit weiteren Helfern unterstützen. Derzeit befindet sich das Team in einem Trainingslager am Gardasee.

© dpa-infocom, dpa:210110-99-968135/4

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