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Für mehr Sicherheit: Formel 1 beschließt Regeländerung ab Monaco-GP

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Von: Christoph Wutz

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Die Formel 1 möchte die Sicherheit während der Hochgeschwindigkeitsrennen durch Regeländerungen weiter erhöhen. Das hat Folgen für die Piloten.

Monaco – Der Große Preis von Monaco am kommenden Wochenende verspricht wieder ein (buchstäblich) enges Rennen in der Formel 1. Nachdem die Verantwortlichen der Serie erst kürzlich eine Regeländerung zur Geschwindigkeitsreduzierung beschlossen hatten, müssen sich die Fahrer jetzt mit dem Rundkurs im Fürstentum auf eine weitere neue Richtlinie einstellen. Auch diese soll ihr Tempo in bestimmten Situationen reduzieren.

Großer Preis von Monaco
Strecke:Circuit de Monaco
Rundenlänge:3,337 km
Formel-1-Premiere:1950 (seit 1955 beständig im Rennkalender der Formel 1)
Rekordsieger:Ayrton Senna (6 Siege)

Neue Formel-1-Richtlinie für gefährliche Streckenabschnitte greift ab GP von Monaco

Beim Lauf an der Côte d‘Azur wendet die Formel 1, in der sich ein spektakulärer Rennstall-Wechsel von Lewis Hamilton anbahnen könnte, erstmals eine neue Regel an, wie die FIA jetzt mitteilte. Die Umstellung, die „nach einer Untersuchung und Überprüfung früherer Vorfälle und nach Rücksprache mit den Formel-1-Teams und -Fahrern“ beschlossen wurde, betrifft Phasen, in denen das Rennen durch den Einsatz des Safety-Cars oder des virtuellen Safety-Cars unterbrochen ist.

Demnach müssen die Piloten ihre Geschwindigkeit fortan während der Safety-Car-Intervalle in Zonen, die als äußerst gefährlich gelten, zusätzlich drosseln. Diese Stellen werden durch zweifach geschwenkte Gelbe Flaggen als besonders riskant gekennzeichnet, wenn nach Zwischenfällen „eine Gefahr die Strecke und oder die dort oder daneben arbeitenden Streckenposten ganz oder teilweise blockiert“, sagte der Technische Direktor der FIA, Tim Goss.

Mit dem anstehenden Rennen in Monaco führt die Formel 1 eine neue Regel ein.
Design ohne Titel (41).jpg © Imago / HochZwei

Ab Monaco-Rennen: Formel 1 beschließt Regeländerung für mehr Sicherheit

Gegenstand der Regeländerung ist die sogenannte Delta-Zeit. Dabei handelt es sich um einen bereits seit einiger Zeit angewandten zeitlichen Richtwert für eine Runde, den alle Piloten während Safety-Car-Phasen unterschreiten und dazu ihr Tempo anpassen sollen. Dabei gab es aber auch „Fälle, in denen die Autos ihre Geschwindigkeit vorübergehend erhöhen konnten, um die verlorene Zeit gegenüber der Referenzzeit wieder aufzuholen“, sagte Goss.

Daher garantierte die Delta-Zeit nicht immer, dass die Fahrer in Gefahrensituationen langsamer unterwegs waren. Zum Teil konnten sie sich früher ein Polster an Referenzzeit aufbauen und später schneller als vorgesehen fahren, ohne den Delta-Gesamtwert zu überschreiten. Das wird sich nun ab dem Rennen in Monaco ändern.

Zusätzliches Tempolimit in Monaco: Für die Formel 1 „steht Sicherheit an erster Stelle“

Die Anwendung des Konzepts soll mit dem Schritt ausgebaut werden. Demnach werde es für die besonders gefährlichen Streckenbereiche gesonderte Richtwerte geben, „um sicherzustellen, dass die Wagen strikt auf die vorgegebene Delta-Zeit verlangsamen“, erläuterte Goss. Diese solle wie gehabt über das Display auf dem Armaturenbrett oder per Funk mit den Piloten kommuniziert werden.

Auch der FIA-Verantwortliche für Formel-1-Elektronik, Olivier Hulot, äußerte sich vor dem Grand Prix von Monaco: „Wenn ein Auto durch eine doppelte gelbe Flagge fährt, ein anderes aber nicht, und es dadurch langsamer wird, verliert es Zeit im Vergleich zu seinen Konkurrenten“, gestand er ein. „Für die FIA steht die Sicherheit jedoch an erster Stelle, und wenn es eine Gefahr auf der Strecke oder Streckenposten auf der Strecke gibt, müssen wir die Risiken auf jeden Fall minimieren“, erklärte Hulot die Maßnahme.

Für Gesprächsstoff in der Motorsport-Welt sorgt darüber hinaus jetzt das sensationelle Formel-1-Comeback von Honda. (wuc)

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