Nach Zwangspause

Dahlmeier zweifelt: "Selber nicht wirklich an mich geglaubt"

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Schaut optimistisch nach vorne: Laura Dahlmeier. Foto: Sven Hoppe

Ruhpolding (dpa) - Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hatte auf ihrem schweren Weg zurück in die Weltspitze auch Selbstzweifel.

Im Herbst lag die 25-Jährige eine Woche im Krankenhaus und wusste nicht, ob sie jemals wieder Leistungssport machen kann. "Da war mein Fernziel, vielleicht in Ruhpolding ein Rennen zu laufen. Das ist mir aber zwischenzeitlich extrem schwergefallen und ich habe selber gar nicht wirklich noch an mich geglaubt", sagte Dahlmeier beim Heim-Weltcup in Ruhpolding. Die Partenkirchnerin blickt nun aber wieder optimistisch in die Zukunft: "Es ist kein leichter Weg. Aber ich glaube, dass es funktioniert."

Die Ex-Weltcup-Gesamtsiegerin, die nach einer Zwangspause wegen eines geschwächten Immunsystems erst im November mit moderatem Training begann, erlebte vor Weihnachten in Nove Mesto mit Platz zwei im Sprint und Rang fünf in der Verfolgung ein fulminantes Comeback. Über den Jahreswechsel warf sie eine Grippe dann jedoch erneut zurück. In ihrem ersten Rennen in diesem Jahr lief sie am Donnerstag im Sprint in der Chiemgau Arena als beste Deutsche auf Platz neun.

Läuferisch fehlt noch ein Stück zur Weltspitze. Dennoch plant sie nach dem Ruhetag am Freitag, an dem Regeneration anstand, einen Einsatz am Samstag in der Staffel und am Sonntag im Massenstart. "Mein Ziel ist, kommende Woche in Antholz ein besseres Laufgefühl zu haben als aktuell." Ob sie im Februar die Übersee-Weltcups in Kanada und den USA bestreitet, ist offen, ein Verzicht angesichts der Reisestrapazen denkbar. "Die WM ist das Wichtigste, da muss man fit sein. Darum muss man schauen, wie ich das alles packe", sagte Dahlmeier, die wieder "brutal viel Freude" am Biathlon hat:  "Vielleicht sogar ein bisschen mehr als die letzten Jahre."

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