Staatsanwaltschaft München I bestätigt

Anzeige wegen Foul: Staatsanwaltschaft ermittelt tatsächlich gegen Pinizzotto

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Steven Pinizzotto vom EHC Red Bull München gilt als einer der härtesten Spieler der DEL.

Gegen Steven Pinizzotto vom EHC Red Bull München wird nun tatsächlich wegen vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt. Der Grund sind Anzeigen zweier Unbekannter nach einem Foul an Mannheims Plachta.

München - Nach seinem Foul im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist gegen Steven Pinizzotto vom EHC Red Bull München tatsächlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft München I am Dienstag auf Anfrage mit. Der Stürmer des deutschen Meisters hatte Matthias Plachta von den Adlern Mannheim Ende März mit dem Ellbogen gecheckt und den Nationalspieler dabei verletzt.

Bereits vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass ein Unbekannter eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen Pinizzotto erstattet hatte, wie tz.de* berichtete. Die Geschichte sorgte für bundesweites Aufsehen. Vollkommen kurios: Christian Höbusch, seines Zeichens Grünen-Stadtrat in Ingolstadt, prüfte ein Stadionverbot für den EHC-Spieler. Von der DEL wurde Pinizzotto für fünf Spiele gesperrt; er ist im Finale gegen Berlin inzwischen aber wieder spielberechtigt. Am Sonntag feierte der Spieler beim 5:4-Erfolg seiner Red Bulls in Berlin sein Comeback, erzielte sogar einen Treffer.

Oberstaatsanwältin Anne Leiding sagte, dass zwei von Privatpersonen eingegangene Anzeigen verbunden wurden und unter einem Aktenzeichen geführt werden. „Für den Beschuldigten hat sich bereits ein Verteidiger bestellt, dieser hatte noch keine Akteneinsicht“, sagte Leiding der Deutschen Presse-Agentur. Die Ermittlungen gegen den Sportler seien aufgenommen worden, die Akte sei bei der Polizei. Bis wann mit Ergebnissen der Untersuchung zu rechnen ist, sei unklar.

dpa

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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