„Sie war eine unserer Besten“

Sie hinterlässt Mann und Kind: Ex-Schwimmstar an Krebs gestorben

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Daniela Samulski hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

Sie war eine der erfolgreichsten Schwimmerinnnen Deutschlands - und wurde nur 33 Jahre alt. Daniela Samulski hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

München - Eine Schocknachricht für die Schwimmwelt: Daniela Samulski ist im Alter von 33 Jahren einem plötzlichen Krebstod erlegen. Laut eines Berichts der Bild litt Samulski an Unterleibskrebs. Die Berlinerin hinterlässt einen Mann und einen Sohn. Am 31. Mai hätte sie ihren 34. Geburtstag gefeiert.

Samulski war eine der besten deutschen Schwimmerinnen zwischen den Jahren 2005 und 2010. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Rom hatte Samulski zwei Silbermedaillen gewonnen: über 50 Meter Rücken und in der 4x100-Meter-Staffel. Außerdem heimste sie 2006 mit der 4x200-Meter-Staffel und 2010 mit der 4x100-Meter-Staffel den Europameistertitel ein. Bis heute schwamm keine deutsche Frau schneller über die 50 und 100 Meter Rücken.

„Ich kann es nicht fassen. Sie war eine unserer Besten“

Bundestrainer Henning Lambertz betreute Samulski sieben Jahre lang als Heimcoach bei der SG Essen. Gegenüber der Bild sagte er: „Ich kann es nicht fassen. Sie war eine unserer Besten. Es war eine tolle Zeit mit ihr. Mit keinem Sportler habe ich so lange zusammengearbeitet wie mit ihr.“

2011 hatte Samulski, Spitzname „Mulle“, ihre Karriere beendet - und wurde schwanger. Kurz darauf erhielt sie die Diagnose Unterleibskrebs. Daraufhin zog sie sich vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück. „Während man andere Ex-Sportler immer wieder bei Meisterschaften trifft, war sie nie zu sehen. So haben wir leider den Kontakt über die Jahre verloren“, erklärt Lambertz.

Ihre damalige Staffelkollegin Britta Steffen zeigte sich tief bestürzt. "Es gibt keine Worte, die auch nur im entferntesten ausdrücken können, was man nach so einer Nachricht fühlt. Unvorstellbar ist es. Ich hoffe, es gibt einen schönen Ort, an den man kommt, wenn man geht", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008: "Mulle war für viele Schwimmerinnen ein Vorbild. Ihre Fähigkeiten waren enorm. Sie war eine starke Frau. Es tut mir sehr sehr leid, dass sie so früh von uns ging!"

Den ersten Kampf gegen die böse Krankheit hatte Samulski noch gewonnen. „Sie galt als geheilt. Aber nun kam der Krebs wohl doch wieder zurück“, sagt Lambertz.

Den Kampf gegen Bulimie gewann sie - der Krebs war zu stark

Bereits als Jugendliche litt die Ausnahmeschwimmerin an Bulimie, wie sie 2010 offenbarte. „Ich konnte das gut vertuschen. Aufgefallen ist das niemanden“, sagte sie damals gegenüber Bild

Ex-Bundestrainer Dirk Lange kann den Schicksalsschlag ebenfalls kaum fassen: „In meiner Amtszeit hatte sie ihre größten Erfolge. Sie war immer ein Vorbild an Einsatz. Das tut mir sehr Leid, was jetzt passiert ist. Eine echte Schock-Nachricht.“

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