Nach weiterem Skandal

Schock für Michael Wendler: Gericht erlässt Haftbefehl gegen den Schlagersänger

Schlagersänger Michael Wendler
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Michael Wendler ist nicht zu einem Prozess erschienen. Jetzt soll er per Haftbefehl dazu gebracht werden (Archivbild).

Michael Wendler sorgt seit Jahren für Schlagzeilen. Zuletzt war er durch Verschwörungstheorien aufgefallen. Jetzt wurde gegen ihn ein Haftbefehl erlassen.

Offenbach/Dinslaken – Ursprünglich als Sänger bekannt geworden, hat Michael Wendler in der Vergangenheit immer wieder mit anderen Themen Aufmerksamkeit erregt. Ob Teilnahmen an der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, die Ehe mit der weit jüngeren Laura Müller oder Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus. Ruhig ist es um den Sänger von Liedern wie „Egal“ oder „Sie liebt den DJ“ lange nicht geworden.

Jetzt hat ein Amtsgericht Haftbefehl gegen Michael Wendler erlassen. Es geht um einen sogenannten Sitzungshaftbefehl. Dieser gelte so lange, bis Wendler der Ladung zu einem Prozess nachkomme. Damit würden die Behörden nun versuchen, den Sänger festzunehmen und zur Verhandlung zu bringen. Aktuell soll sich dieser in seiner Wahlheimat USA aufhalten. Ob der Haftbefehl auch dort gilt, sei unklar, wie die dpa berichtet.

Michael Wendler: Nicht zu Prozess erschienen – Haftbefehl

Ursprünglich war dem 49-jährigen Beihilfe zum Vereiteln der Zwangsvollstreckung vorgeworfen worden. Ihm seien Autorenanteile von über 150 Musiktiteln überschrieben worden, um das Vermögen des ursprünglichen Rechteinhabers vor der Vollstreckung zu bewahren. Gleiches gelte für die Wortmarke Michael Wendler, so die dpa.

Gegen diesen Strafbefehl legte Michael Wendler Einspruch ein. Daher startete am Dienstag (20.07.2021) der Prozess. Zu welchem der Schlagersänger trotz rechtzeitiger Ladung nicht erschienen sei.

Michael Wendler: Sechs Monate auf Bewährung für Überschreibung

Am Vorabend des Prozesses hatte Wendlers Verteidiger laut Gericht beantragt, seinen Mandaten von der Pflicht, persönlich nach Dinslaken zu kommen, zu entbinden. Dem kam das Gericht allerdings nicht nach. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin einen Haftbefehl. Sie zeigte sich überzeugt, dass er in die USA geflohen sei, um dem Prozess zu entgehen; er solle daher in Untersuchungshaft.

Soweit ging die Richterin am Dienstag nicht: Es sei nicht ersichtlich, dass Wendlers Aufenthalt in den USA eine Flucht vor der Justiz sei. Sein Erscheinen vor Gericht in dem Prozess sei aber angemessen. Daher soll er solange in Haft, bis er vor Gericht erscheine. Das ursprüngliche Strafmaß wegen der Überschreibung der Autorenteile soll sechs Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von 100.000 Euro betragen. (Pia Ewald mit dpa)

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