Neue Studie

Deos ohne Aluminium: Macht Alu doch nicht krank? Neue Studie überrascht

Macht Aluminium im Deo krank oder nicht?
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Macht Aluminium im Deo krank oder nicht?

Seit Jahren haben Aluminium-Deos einen schlechten Ruf und gelten als Krankheitsrisiko. Tatsächlich ist das Leichtmetall jedoch unbedenklich - behauptet zumindest das Magazin MedWatch.

  • Ein Online-Magazin gibt Entwarnung für Aluminium in Kosmetika
  • Aluminium-Deos sollen nicht krank machen
  • Auch der EU-Ausschuss für Verbrauchersicherheit hat sich bereits geäußert

Kassel - Immer wieder hört man von möglichen Gefahren durch Aluminium in Deodorants. Doch macht Aluminium im Deo wirklich krank? Nein, behauptet zumindest das Online-Magazin MedWatch, welches sich mit medizinischen Themen auseinandersetzt. Dies ginge aus einer gemeinsamen Studie mit dem YouTube-Kanal maiLab hervor.

Aluminium in Deos: Daher kommt der schlechte Ruf

Wer beim Einkaufen im Drogeriemarkt genauer hinschaut, wird schnell bemerken, dass bei vielen Deos von „Null Prozent Aluminium“ die Rede ist. Verbraucher glauben häufig, dass sie mit dem Nutzen eines aluminiumfreien Deodorants ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Oft ist in Verbindung mit Aluminium sogar von Krebs und Demenz die Rede.

2019 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung und empfahl Verbrauchern eine Reduzierung der Aluminiumaufnahme. Auch eine im Jahr 2012 ausgestrahlte Arte-Dokumentation mit dem Namen „Die Akte Aluminium“ hatte berichtet, dass das Leichtmetall die Menschen krank machen würde. MedWatch hingegen behauptet, dass der „fragwürdige Wissenschaftler“ und Toxikologe Chris Exley sich in der Doumentation lediglich auf Verschwörungstherien stütze.

Deswegen steckt Aluminium in unserer Kosmetik

Doch was macht das Aluminium überhaupt in unserer Kosmetik? In Deodorants ist das Element häufig zu finden, da es zusammen mit Proteinen den Schweiß verklumpt und die Schweißdrüsen verstopft. Deos ohne Aluminiumgehalt überdecken den unangenehmen Geruch lediglich oder verhindern die Entstehung von Schweiß. „Da Aluminium mit Proteinen recht große Molekülkomplexe bildet, wird seine Aufnahme durch die Haut erschwert“, so MedWatch.

Das Leichtmetall wird übrigens nicht nur im Deo, sondern auch bei einigen Zahncremes und Lippenstiften verwendet. Der Anteil, der schlussendlich in den menschlichen Kreislauf übergeht, sei jedoch gering. Macht der Inhaltsstoff also nicht krank?

EU-Auschuss: Aluminium-Deos machen nicht krank

Laut dem EU-Ausschuss für Verbrauchersicherheit (Scientific Committee on Consumer Safety), sei Aluminium in Kosmetika ungefährlich. Wie das Expertengremium behauptet, nehmen Menschen erheblich größere Mengen des Leichtmetalls über die Nahrungsaufnahme oder über das Trinkwasser zu sich. Eine tägliche Anwendung von aluminiumhaltigen Deos spiele keine Rolle und würde nicht krank machen.

Aluminium-Messungen auf T-Shirts und auf für die Experimente verwendete Ausrüstung stellen robuste Evidenz dafür dar, dass die große Mehrheit der angewandten Dosis außerhalb des Körpers bleibt“, stellt der SCCS fest.

Krankheiten durch Aluminium? Es bräuchte enorme Mengen

Damit ein Mensch wirklich krank wird, dafür bräuchte es enorme Dosen an Aluminium. Findet eine hohe Dosis erst einmal in den Körper, kann diese nur schwer wieder ausgeschieden werden. Leber, Knochen, Hirn und Nieren können Schaden nehmen. Am ehesten scheinen Menschen mit Nierenerkrankungen gefährdet zu sein, die das Element nicht ausreichend ausscheiden können. Wie so häufig heißt es also auch in diesem Fall: Die Dosis macht das Gift.

Auch der Neurowissenschaftsprofessor David Borchelt (University of Florida) meint, dass kleine Mengen dem Körper nicht schaden. Ihm seien keinerlei Daten bekannt, die belegen würden, dass das Aluminium, was wir über Luft, Kosmetika oder Nahrung zu uns nehmen, das Risiko einer Erkrankung erhöht.

Welches Deo schneidet am besten ab? Diese Deodorants wurden von Stiftung Warentest auf die Probe gestellt. Wenn das Deo versagt, fühlen sich viele unwohl. Häufig liegt es an diesen Fehlern. (Nail Akkoyun)

Stiftung Warentest testete zuletzt auch Kopfhörer. Das sind die besten Modelle mit Bluetooth-Verbindung.

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