Virusvarianten breiten sich aus

Corona-Infektion mit britischer Mutation: Studie bringt neue Erkenntnisse

Die britische Corona-Variante breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Eine neue Studie aus Dänemark bestätigt Befürchtungen über die Mutante.

  • Experten warnen vor einer dritten Corona*-Welle durch ansteckendere Virusvarianten.
  • Die Ergebnisse einer neuen Studie aus Dänemark beunruhigen.
  • Eine Infektion mit der britischen Variante ist deutlich gefährlicher sein.

Kassel - Die britische Corona-Variante B.1.1.7. ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Trotz weitreichender Maßnahmen steigt der prozentuale Anteil der Infektionen mit der Mutante an. Auch bei den Neuinfektionen und der 7-Tage-Inzidenz gibt es erneut einen Aufwärtstrend.

Dass die britische Mutante ansteckender ist als die ursprüngliche Coronavirus-Variante, ist bereits ausreichend bekannt. Während der prozentuale Anteil der Variante B.1.1.7 in Deutschland laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Ende Januar 5,6 Prozent betrug, stieg dieser innerhalb von zwei Wochen auf etwa 22 Prozent.

Neue Studie: Mutation des Coronavirus gefährlicher

Eine neue Studie aus Dänemark bestätigt jetzt Befürchtungen, dass eine Infektion mit der Corona-Variante auch deutlich gefährlicher sein könnte. Das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einen Krankenhausaufenthalt ist bei einer Infektion mit der britischen Mutante um geschätzte 64 Prozent höher, so die Studie des dänischen Gesundheitsdienstes SSI.

„Wir kennen die Erklärung dafür nicht, warum B.1.1.7 das Risiko einer Hospitalisierung erhöht. Unsere Zahlen weisen jedoch in die gleiche Richtung wie mehrere andere Studien aus Großbritannien, die zeigen, dass B.1.1.7 möglicherweise ernstere Verläufe verursacht“, sagte Tyra Grove Krause, technische SSI-Direktorin, laut NTV. In der dänischen Studie wurden knapp 36.000 Personen, die zwischen dem 1. Januar und 6. Februar positiv getestet wurden, berücksichtigt.

Nebenwirkungen der britischen Corona-Variante B.1.1.7

Nebenwirkungen der Variante B.1.1.7Im Vergleich zur ursprünglichen Corona-Variante
HustenHäufiger
MüdigkeitHäufiger
GliederschmerzenHäufiger
HalsschmerzenHäufiger
Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns Seltener
KopfschmerzenKein Unterschied
KurzatmigkeitKein Unterschied
Durchfall Kein Unterschied
ErbrechenKein Unterschied
Quelle: Studie der britischen Statistikbehörde ONS, pharmazeutische-zeitung.de

Britische Studien: Risiko für schweren und tödlichen Krankheitsverlauf erhöht

Auch britische Studien weisen darauf hin, dass eine Infektion mit der britischen Variante einen schwereren Krankheitsverlauf hervorruft und tödlicher sein kann. Das britischen Beratungsgremium NERVTAG (New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group) hat die Ergebnisse von verschiedenen Studien zusammengefasst.

Das Ergebnis: „Basierend auf diesen Analysen ist es wahrscheinlich, dass eine Infektion mit B.1.1.7 im Vergleich zu einer Infektion mit nicht besorgniserregenden Virusvarianten mit einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalt und Tod verbunden ist“, so der Bericht.

Eine neue Studie aus Dänemark bestätigt Befürchtungen, dass eine Infektion mit der britischen Variante B.1.1.7 gefährlicher sein könnte. (Symbolbild)

Das Risiko für einen tödlichen Verlauf sei jedoch generell gering, so der britsische Bericht. Darauf verweist auch die Direktorin der dänischen Gesundheitsbehörde. „Wenn jedoch das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes bei B.1.1.7 größer ist, können Krankenhäuser leichter überlastet werden, wenn sich B.1.1.7 stärker ausbreitet“, so Tyra Grove Krause laut dem Tagesspiegel.

Das RKI verweist in seiner Zusammenfassung zur Corona-Variante B.1.1.7 auf die begrenzte Datenlage. Es gebe jedoch Hinweise darauf, dass mit einer Infektion eine erhöhte Fallsterblichkeit einhergehen könnte. Eine Corona-Studie aus den USA* hat bei einem einzelnen Patienten mehrere Virus-Mutationen feststellen können. Das Ergebnis beunruhigt Experten. (sne) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Wuntke

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