Corona-Regeln

Inzidenzen sinken: Ab wann ist wieder Büro statt Homeoffice angesagt?

Mit den gelockerten Regeln endet bald auch die Pflicht zum Arbeiten im Homeoffice. (Symbolbild)
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Mit den gelockerten Regeln endet bald auch die Pflicht zum Arbeiten im Homeoffice. (Symbolbild)

Mit dem Sinken der Inzidenzwerte werden die Beschränkungen zunehmend gelockert. Doch was bedeutet das für Regelungen zum Homeoffice?

Offenbach – Durch die Corona-Pandemie arbeiten immer mehr Menschen von Zuhause aus. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich: Einerseits bleibt durch das Wegfallen des Arbeitswegs mehr Zeit übrig und die Arbeitszeiten lassen sich oft flexibler gestalten. Andererseits erschwert das Arbeiten im eigenen Zuhause die Trennung von Privatem und Beruflichem und der Austausch mit Kollegen fehlt. Da Ende Juni die Regeln zum betrieblichen Infektionsschutz auslaufen, gehört die Pflicht zu Homeoffice bald der Vergangenheit an.

Corona: Ein allgemeines Recht für Arbeitnehmer auf Homeoffice gibt es nicht

In einem Interview mit der Bild erklärt Rechtsanwältin Nicole Mutschke, dass ab dem 30. Juni grundsätzlich alle Menschen wieder ins Büro müssen. Lediglich dort, wo unabhängig vom Gesetz andere Regeln getroffen werden, kann weiterhin vom Homeoffice aus gearbeitet werden. Einen Anspruch auf Homeoffice haben Arbeitnehmer dann aber nicht mehr.

„Ein gesetzliches Recht auf Homeoffice wurde und wird zwar immer wieder diskutiert, gibt es aktuell aber nicht, auch nicht für ein paar Tage pro Woche“, erklärt Mutschke. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer nach dem Ende des betrieblichen Infektionsschutzes auch keine vereinzelten Homeoffice-Tage einfordern können. Und selbst, wenn der Chef Homeoffice gewährt, muss er dies sinnvoll begründen.

Homeoffice während Corona: Klagen über gesundheitliche Probleme

Arbeitgeber müssen diese Entscheidung objektiv erwägen und können nicht ausschließlich nach Vorliebe der Angestellten entscheiden. Und das, obwohl laut einer DAK-Studie 59 Prozent der Arbeitnehmer angegeben haben, dass sie im Homeoffice deutlich produktiver arbeiten. Eine Studie der Deutschen Bank kam dagegen zu einem gegenteiligen Ergebnis. Viele Menschen klagen darüber hinaus über gesundheitliche Beschwerden durch Homeoffice.

Wie die Bild berichtet, gaben 36 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice an, unter Verspannungen im Rücken sowie Kopfschmerzen zu leiden. Ein Drittel berichtet von Gewichtszunahmen, seit sie nicht mehr ins Büro müssen. Dennoch geht es dem Großteil der Menschen im Homeoffice gut und sie fühlen sich weniger gestresst. Laut einer Umfrage der BamS berichten lediglich sechs Prozent der Teilnehmer von Nachteilen durch das Arbeiten von Zuhause. (tt)

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